Die Rheinpfalz vom 24. Februar 2010

„Mühlhecken" geschlossen
STEINBORN: Stadt kündigt Pachtvertrag - Pächter konnte nicht mehr zahlen
Die Gaststätte „In den Mühlhecken" im Steinborner Zentrum ist seit Ende vergangener Woche geschlossen. Weil der Wirt seit einigen Monaten seine Pacht nicht mehr zahlen konnte, habe die Stadt den Pachtvertrag aufgehoben, informiert Bürgermeister Adolf Kauth auf Anfrage.
Die Stadt Eisenberg hatte vor rund anderthalb Jahren die Gaststätte von der Siedlervereinigung Steinborn übernommen (wir berichteten). Weil bereits vorherige Pächter in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten waren und ihre Pacht nicht mehr zahlen konnten, waren die Reserven der Siedlervereinigung Mitte 2008 aufgebraucht. Die Stadt hatte sich daraufhin bereiterklärt, den Kredit, den die Siedlervereinigung für den Bau der Gaststätte 1998 aufgenommen hatte, zu übernehmen. Die verbliebene Kreditsumme beläuft sich laut Bürgermeister Kauth auf gut 180.000 Euro.
Bedient werden sollte der Kredit durch die Pachtzahlungen in Höhe von rund 800 Euro netto pro Monat. Nachdem die Gaststätte nach der Übernahme durch den vorerst letzten Pächter im Oktober 2008 zunächst gut gelaufen sei, habe es Ende des vergangenen Jahres Anzeichen gegeben, dass der Betrieb in finanziellen Schwierigkeiten stecke, so Kauth. „Der Pächter konnte seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen." Im neuen Jahr habe er die Pacht nicht mehr zahlen können, auch aus dem Vorjahr gebe es noch Rückstände. Die Stadt habe deshalb den Pachtvertrag aufgehoben. „Wir bedauern das sehr", sagt Kauth. Die ausstehenden Forderungen will die Stadt aufrecht erhalten.
Ziel der Stadt ist es, möglichst schnell wieder einen Pächter für die Gaststätte zu finden. Dazu soll sie auch über das Immobilienportal des Donnersbergkreises zur Pacht angeboten werden. Interessenten gebe es derzeit noch nicht, sagt der Bürgermeister. Noch lieber wäre es ihm ohnehin, gleich einen Käufer für die Immobilie zu finden. (zin)
LESZINT
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.46
Datum: Mittwoch, den 24. Februar 2010
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '6080900'
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Die Rheinpfalz vom 17. Februar 2010

Kontaktpflege bei Hering und Kartoffeln
EISENBERG: Etliche Vereine laden heute zur traditionellen Fischmahlzeit ein - Auftakt zur bis Ostern dauernden Fastenzeit
Nun sind die tollen Tage der „fünften Jahreszeit" vorbei. Heute endet die Fasnacht, also die „Nacht" vor der Fastenzeit, die bis Karsamstag dauert. Und mit dem Verzehr von Fisch wird die gut sechswöchige Phase der Enthaltsamkeit und Besinnung eingeläutet. Unabhängig von der eigentlichen religiösen Bedeutung hält sich die Tradition des Heringsessens am Aschermittwoch. Auch in der Region laden Vereine dazu ein.
Eine richtige Großveranstaltung ist es seit mindestens zehn Jahren bei den Eisenberger Sozialdemokraten. „Wir stellen uns auf 120 Besucher ein", sagt der Ortsvereins-Vorsitzende Reinhard Wohnsiedler. Regelmäßig kämen nicht nur SPD-Mitglieder, sondern auch Angehörige der Arbeiterwohlfahrt und ehemalige Schulkameraden. Oft seien zudem Ehrengäste dabei wie der Bundestagsabgeordnete Gustav Herzog, Landrat Winfried Werner oder Umweltministerin Margit Conrad.
Das Heringsessen sei ein schöner Rahmen, um Kontakte zu pflegen und sich auszutauschen, findet Waltraud Vahlenbreder, die das leckere Gericht gemeinsam mit ihrem Mann Jörn vorbereitet. Am Morgen des Fasnachtsdienstags „opfern" die beiden etwa vier Stunden und legen den Fisch in einer Soße aus Sahne, Joghurt und Milch mit Äpfeln, Gewürzgurken und Zwiebeln ein.
Dieses klassische Rezept findet in leichten Abwandlungen überall Anwendung - auch im Seehaus Forelle am Eiswoog. Pächter Jörg Maier begründet das ganz pragmatisch: „Die Leute erwarten das so." Um sicher zu gehen, dass man Fisch hoher Qualität bekommt, sollte weniger auf den Preis geschaut werden als auf einen guten Lieferanten, so Maier.
„Unser Matjes ist zart wie Butter", schwärmt Vahlenbreder. Die rund 250 Heringshälften sowie sämtliche Zutaten besorgt Norbert Diehl - als Mitglied und ehemaliger langjähriger Vorsitzender des Fischervereins Forelle Hettenleidelheim-Eisenberg Fachmann auf dem Gebiet. Heute Vormittag waren etwa ein halbes Dutzend Männer und Frauen mit Dekorieren und Tischdecken im Bürgerhaus beschäftigt. Das Team kocht auch die Pellkartoffeln, zu denen alternativ Hausmacher Wurst gereicht wird.
Wie zu hören ist, wird beim Heringsessen generell auch an die Menschen gedacht, die keine Meeres- oder Süßwassertiere mögen, aber trotzdem dabei sein wollen. Die große Mehrheit der Gäste freut sich allerdings auf das mineralstoffreiche Fischgericht, das hilft, den während der Karnevalszeit durch übermäßigen Alkoholgenuss gestörten Elektrolythaushalt im Organismus wieder ins Lot zu bringen. Im Waldhaus Schwefelbrunnen richten Antonie Joos und ihr Küchenteam vom Pfälzerwald-Verein durchschnittlich 100 Matjes-Portionen. Sie werden schon zur Mittagszeit ausgegeben. „Diesmal kommt ein Bus mit Senioren aus Wiesbaden", erzählt Joos.
Ebenfalls hauptsächlich älteres Publikum erwarten die Biedesheimer Hexen, die seit langem in Kooperation mit der Gemeinde ein Heringsessen im Dorfgemeinschaftshaus anbieten. „Wie viele Leute kommen, ist sehr unterschiedlich, mal sind es 30, mal 60", berichtet Oberhexe Elke Eckert. Insofern sei es nicht einfach, die richtige Menge zu kalkulieren. „Wir hatten schon zu wenig", erinnert sie sich. Bleibt dagegen etwas übrig, wird es auf die Helfer verteilt. Ein Rezept kann Eckert nicht verraten: „Wir bekommen den Matjes in Sahnesoße fix und fertig von einer Metzgerei geliefert."
Giannoula Pliatsigos hat vor sechs Jahren die Gaststätte des AGTSV Ramsen und damit gleichzeitig die Zubereitung der Fischmahlzeit am Aschermittwoch übernommen. Dafür bevorzugt die Griechin säuerlich marinierten Bismarckhering, den sie bereits am Sonntag in einem sahnigen Sud einlegt. Sollte sie zu wenige Abnehmer für ihre Speise haben, freuen sich die Stammgäste am Folgetag.
Eher eine interne Veranstaltung ist das Heringsessen beim Fischerverein Forelle. „Sie ist zwar offen für alle, aber es kommen fast nur Mitglieder", sagt Christel Andel, deren Ehemann Walter die Vereinsgaststätte betreibt. Unter sich ist man meist auch beim Kneipp-Verein Eisenberg-Eistal. Genau 21 hungrige Gäste kamen in diesem Jahr zum Heringsessen, das mit einem Spiel- und Singabend im Haus Isenburg verbunden war. „Um Terminüberschneidungen zu vermeiden, hatten wir dazu bereits am 3. Februar eingeladen", erläutert der Erste Vorsitzende des Vereins, Jürgen Stutzenberger. Drei Tage zuvor hatte Hannelore Kluckert den Fisch eingelegt - in einer süß-sauren Sahne-Essig-Soße. Sie verrät: „Ich mache immer noch ein paar Karottenstifte dran, weil es so schön aussieht." (abf) Stichwort
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.40
Datum: Mittwoch, den 17. Februar 2010
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '6056947'
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Die Rheinpfalz vom 06. Februar 2010

Zwei Solarparks in Planung
EISENBERG/KERZENHEIM: Geeignete Flächen in der Verbandsgemeinde gefunden - Angekündigte Subventionskürzung gefährdet Projekt
Von Timo Leszinski
Bereits Ende des Jahres könnten zwei Solarparks in der Verbandsgemeinde Eisenberg ans Netz gehen. 2008 hatte der Verbandsgemeinderat eine Firma beauftragt, geeignete Flächen im Gebiet der VG zu suchen. Allerdings könnte die von der Bundesregierung angekündigte Kürzung bei der Solarförderung das Projekt noch zum Scheitern bringen.
29 Flächen seien vom Landschaftsplanungsbüro Bachtler, Böhme und Partner in der Verbandsgemeinde untersucht worden, erläutert Bürgermeister Walter Brauer auf RHEINPFALZ-Anfrage. Wenn eine Fläche etwa zu nah an einem Wohngebiet liegt oder Naturschutzgründe dagegen sprechen, scheidet sie als möglicher Standort aus. Zwei Flächen hätten sich letztlich als interessant herauskristallisiert, so Brauer: Zum einen handelt es sich um ein Gebiet in Kerzenheimer Gemarkung im Bereich Esper in der Nähe der Windkraftanlagen, zum anderen um eine Fläche südlich von Eisenberg an der Grenze zur Tiefenthaler Gemarkung. Im Tiefenthaler Gemeinderat, der zu den Plänen deshalb Stellung nehmen darf, ist das Thema in der nächsten Sitzung am Mittwoch, 10. Februar, auf der Tagesordnung. In beiden Fällen handele es sich um landwirtschaftlich genutzte Flächen von eher geringer Bodenqualität.
„In Kerzenheim ist an ein kommunales Projekt gedacht", informiert Brauer. In einer Anstalt öffentlichen Rechts könnten beispielsweise VG und Ortsgemeinden die Anlage betreiben. Laut Kerzenheims Ortsbürgermeister Alfred Wöllner soll der Solarpark eine Größe von rund 5,5 Hektar und eine Leistung von 2 bis 2,2 Megawattpeak haben. Für das ausgesuchte Areal spreche, dass es dort keinen Schatten gebe und es optisch nicht so stark störe, weil es auf einer Kuppe liege, erläutert Wöllner. Außerdem gebe es mit der Bezirksstelle der Pfalzwerke in der Nähe eine Möglichkeit, den Strom ins Netz einzuspeisen.
Die Anlage, die auf Eisenberger Gebiet angedacht ist, soll eine ähnliche Größe haben. Hier soll nach Möglichkeit ein privater Investor tätig werden. Eisenbergs Stadtbürgermeister Adolf Kauth könnte sich dabei auch eine Art Anlagepool vorstellen, über den sich Bürger an dem Solarpark beteiligen können. Die ins Auge gefasste Fläche habe eine leichte Südlage und besitze den Vorteil, dass die Umspannstation der Pfalzwerke als Einspeisepunkt in der Nähe ist.
Nachdem es vor einigen Monaten eine nichtöffentliche gemeinsame Versammlung von Verbandsgemeinderat, Eisenberger Stadtrat und den Ortsgemeinderäten Kerzenheim und Ramsen gegeben hat, bei der die Entscheidungsträger Zustimmung zu den Plänen signalisiert haben, führt die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion derzeit das notwendige raumordnerische Verfahren durch. Parallel dazu wird geprüft, ob der Bau und Betrieb der Anlagen für die Verbandsgemeinde wirtschaftlich ist, und ein Bebauungsplan wird erstellt. Außerdem laufen Verhandlungen über die Finanzierung und den Ankauf der betroffenen Flächen. Die Solarparks dienten nicht nur der Versorgungssicherheit, so Kauth. „Wir sind als Kommune auch in unserer Vorbildfunktion gefordert, erneuerbare Energien zu unterstützen", meint er.
Das Vorhaben zum Kippen bringen könnten die Pläne der Bundesregierung, die Subventionierung von Fotovoltaikanlagen zu kürzen. Wie am 21. Januar in unserem Wirtschaftsteil berichtet, sollen für Anlagen auf Freiflächen ab 1. Juli bis zu 25 Prozent weniger bezahlt werden. Da es sich bei dem Vorhaben in Eisenberg um ein „mehrere Millionen" schweres Projekt handelt, könnte eine solche Kürzung den Betrieb unrentabel machen. „Wir machen es nur, wenn es sich für uns rentiert", stellt Verbandsbürgermeister Brauer klar. Bis sich die Kosten für den Bau amortisiert haben, würde es wahrscheinlich ohnehin mindestens zehn Jahre dauern. Kerzenheims Bürgermeister Wöllner würde ein Scheitern bedauern: „Ich finde es bedenklich, dass die Laufzeit von Atomkraftwerken verlängert wird und man die Förderung von regenerativen Energien zurückfährt."

LESZINT
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.31
Datum: Samstag, den 06. Februar 2010
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '6022183'
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Die Rheinpfalz vom 06. Februar 2010

Die Rheinpfalz vom 05. Februar 2010

Die Rheinpfalz vom 04. Februar 2010

Strom ab April teurer
Eisenberg: Verbandsgemeinderat beschließt Preiserhöhung - Prüfung der Gemeindekasse
Strom wird für die Kunden der Verbandsgemeindewerke Eisenberg zum 1. April teurer. Der Verbandsgemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Dienstagabend eine Preiserhöhung.
Für einen Haushalt mit einem mittleren Verbrauch von 4000 Kilowattstunden ergibt sich beispielsweise im Sondertarif Primus Klassik eine Nettopreiserhöhung von 6,3 Prozent oder 48 Euro (Brutto: 57 Euro) auf ein ganzes Jahr gerechnet. Der Preis für die Kilowattstunde steigt von 15,30 auf 16,50 Cent netto (Brutto: 19,64 Cent). „Mehraufwendungen, auf die wir keinen Einfluss haben" sind laut Verbandsbürgermeister Walter Brauer Grund für die Preiserhöhung, die der Verbandsgemeinderat am Dienstag einstimmig beschloss. Mit der Anpassung bewege man sich „an der unteren Grenze", so Brauer.
Der kaufmännische Leiter der Werke, Stefan Lorentz, führt im Gespräch mit der RHEINPFALZ die Preiserhöhung auf drei Gründe zurück. Zum einen seien die Einkaufspreise für Strom seit der letzten Preiserhöhung 2008 gestiegen. Ein zweiter Grund sei das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das regenerative Energiequellen fördern soll. Die Verbandsgemeindewerke hätten bislang einen Abschlag von 1,3 bis 1,4 Cent pro Kilowattstunde an RWE zahlen müssen, um damit Strom aus erneuerbaren Energiequellen einzukaufen, erläutert Lorentz. Für das Jahr 2010 gebe es eine neue Form der Abrechnung: Nun belaufe sich dieser Abschlag bundesweit einheitlich auf 2,047 Cent pro Kilowattstunde. Drittens hätten die Pfalzwerke die Netznutzungsentgelte erhöht. Weil das Netz, über das der Strom bis nach Eisenberg transportiert wird, den Pfalzwerken gehört, müssen die VG-Werke den Ludwigshafener Energieversorger dafür bezahlen.
Weiterer Punkt auf der Tagesordnung war der Bericht über die „Unvermutete überörtliche Prüfung der Gemeindekasse der Verbandsgemeinde Eisenberg" durch das Rechnungs- und Gemeindeprüfungsamt der Kreisverwaltung. Alle Kassen hätten „bis auf den Cent" gestimmt, lediglich kleinere Beanstandungen habe es gegeben, sagte VG-Bürgermeister Brauer. So bemängelten die Prüfer, dass von den Ortsbürgermeistern gelegentlich Barschecks als Präsente an Vereine oder ähnliche Einrichtungen übergeben würden, was das Risiko des Missbrauchs berge. In ihrer Stellungnahme erklärt die Verwaltung, dass im Einvernehmen mit den Bürgermeistern künftig nur noch Verrechnungsschecks ausgestellt werden sollen. Der VG-Rat nahm den Bericht einstimmig zur Kenntnis.
Als zusätzlichen Tagesordnungspunkt behandelte der Rat die Aufnahme eines Forward-Darlehens über einen Betrag von rund 685.000 Euro. Bisheriger Geber des Darlehens war die Hessische Landesbank. Zum 10. Februar 2011 wäre eine Zinsanpassung fällig, weswegen die VG Angebote von Banken einholte. Über die Empfehlung, das Angebot der Sparkasse Donnersberg mit einem Zinssatz von 3,63 Prozent und einer Laufzeit von zehn Jahren anzunehmen, entspann sich eine längere Diskussion. Sven Hoffmann von der CDU-Fraktion regte an, aufgrund der derzeitigen niedrigen Zinsen statt dessen ein 20 Jahre laufendes Angebot einer anderen Bank anzunehmen. „So günstig werden wir es nicht mehr kriegen", sagte Hoffmann. „20 Jahre sind ein zu unüberschaubarer Zeitraum", begründete Uwe Kistner, warum sich die FWG - wie auch die SPD - für das Sparkassen-Angebot aussprach. Gegen die fünf Stimmen der CDU beschloss der Rat, dieses Angebot anzunehmen.
Zu Beginn der Sitzung hatte Bürgermeister Brauer dem Gremium Grüße des erkrankten Ratsmitglieds und Ramser Ortsbürgermeisters Norbert Bayer ausgerichtet. (zin)
LESZINT
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.29
Datum: Donnerstag, den 04. Februar 2010
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '6014818'
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Die Rheinpfalz vom 27. Januar 2010

Die Rheinpfalz vom 25. Januar 2010

Die Rheinpfalz vom 16. Januar 2010

„Mit guter Dämmung lernt es sich besser"
EISENBERG: Feier nach energetischer Sanierung der Pestalozzischule - 1,1 Millionen aus Konjunkturpaket für die Verbandsgemeinde
Dank Fördergeldern aus dem Konjunkturpaket II können auch in Eisenberg einige größere Gebäudesanierungen durchgeführt werden. Am denkmalgeschützten Haus der Pestalozzi-Grundschule ist jetzt der erste Bauabschnitt von Wärmeschutzmaßnahmen abgeschlossen worden. Gestern fand zu diesem Anlass eine kleine Feier mit der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Margit Conrad statt.
Die Finanzspritze aus dem Konjunkturpaket sei genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen, um die Schule zukunftsfähig zu machen, freute sich Verbandsbürgermeister Walter Brauer. Nachdem das Dach komplett ausgebaut und gedämmt worden war, habe es Probleme mit dem darunter liegenden, nicht isolierten Mansardenbereich gegeben, sodass gehandelt werden musste. Ohne die Bundes- und Landesmittel hätte man die Optimierung der Wärmedämmung aber nicht in Angriff nehmen können, so Brauer.
„Und wir haben das Ganze fast zum Nulltarif bekommen", sagte der VG-Chef. Für die Isolierung der Nord-, West- und Südfassade, die sieben Gewerke umfasste, waren 295.000 Euro veranschlagt worden. Dafür flossen Zuwendungen in Höhe von 236.000 Euro. Über die restlichen 59.000 Euro gewährte Mainz ein zinsloses Darlehen, welches ab 2012 in 16 gleich großen Teilbeträgen zurückzuzahlen ist. Obwohl das für die energetische Sanierung aufgestellte Gerüst auch gleich genutzt wurde, um dem 1913 errichteten Gebäude eine neue, farbenfrohe Außenhaut zu verpassen, war am Ende Geld übrig. „80.000 Euro haben wir jetzt noch, um die Ostseite zu sanieren", berichtete Brauer.
Nach Rücksprache mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) sei er guter Hoffnung, den zweiten Bauabschnitt, der rund 100.000 Euro kosten wird, noch in diesem Jahr beginnen und auch beenden zu können. Finanziert werde das aus Schulbaumitteln.
Weshalb die östliche Fassade noch nicht gemacht wurde, erklärt er so: „Dort steht die nach zwei Seiten offene Pausenhalle, die aber schon so marode ist, dass kein Gerüst aufgesetzt werden konnte." Sie soll abgerissen und durch eine geschlossene Halle ersetzt werden.
„Das Umfeld ist wichtig für den Lernerfolg", betonte Rektor Markus Fichter und bedankte sich dafür, dass die Maßnahme so zügig und weitestgehend ohne Störungen des laufenden Schulbetriebs umgesetzt wurde. Die Aufenthalts- und Arbeitsqualität habe sich nachhaltig verbessert, sagte auch Ministerin Conrad, die sich beeindruckt von dem „wunderschönen Gebäude mit städtebaulicher Bedeutung" zeigte. „In gut gedämmten und belüfteten Räumen lernt es sich besser", verwies sie auf entsprechende Studien.
Doch die Sanierung habe noch eine andere wichtige Bedeutung: die Senkung des Energiebedarfs. Während ihrer kurzen Ansprache wandte sich Conrad an die kleinen Akteure der Bläserklasse vier, die die Feier musikalisch umrahmten, und erklärte: „Das Heizen mit Gas und Öl schädigt das Klima. Außerdem sollt ihr später auch noch etwas von den Brennstoffen haben." Sie bedankte sich bei den Entscheidungsträgern in VG und Kreis für ihre vorbildlichen Bemühungen um mehr Energieeffizienz und Umweltschutz.
In die Verbandsgemeinde Eisenberg flössen mehr als 1,1 Millionen Euro an Zuschüssen aus dem Konjunkturpaket, vornehmlich für Projekte der energetischen Sanierung. Der Kreis erhalte insgesamt 17,3 Millionen Euro von Bund und Land. Die Zuwendungen trügen maßgeblich dazu bei, in der Wirtschaftskrise Arbeitsplätze zu erhalten und sogar zu schaffen. Mit 5,3 Prozent habe der Donnersbergkreis rheinland-pfalz-weit mit die niedrigste Erwerbslosenquote. (abf)
LESZINT
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.13
Datum: Samstag, den 16. Januar 2010
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '5953034'
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Zur Sache: Sechs „Konjunktur-Projekte" in der Verbandsgemeinde
Mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II, für das Bund und Länder zusammen 13,3 Milliarden Euro bereit gestellt haben, hätte der Donnersbergkreis gern 26 Schulen und 22 Kindertagesstätten energetisch saniert. Für 22 Projekte (zehn Schulen, zwölf Kitas) wurden Zuschüsse bewilligt, kreisweit werden nach Auskunft von Pressesprecherin Gundula Nakfour insgesamt 35 größere und kleinere Vorhaben gefördert.
In der Summe belaufen sich die Investitionskosten auf 24 Millionen Euro, wobei ein Drittel auf den Umbau des Nordpfalzgymnasiums in Kirchheimbolanden zum Passivhaus entfällt. 17,3 Millionen Euro vom Gesamtbetrag fließen als Zuschüsse. Im Raum Eisenberg werden sechs Projekte gefördert. Neben der Wärmedämmung des Mansardendachs der Pestalozzischule steht die Modernisierung des kommunalen Kindergartens Steinborn (Kosten: 120.000 Euro, Zuwendung: 96.000 Euro) auf der Liste. Die Maßnahme soll laut Verbandsbürgermeister Walter Brauer in den Osterferien in Angriff genommen werden und im Dezember abgeschlossen sein. „Ein zweiter Bauabschnitt für 160.000 Euro ist noch nicht genehmigt", erläutert er.
Bereits begonnen wurde mit der Generalsanierung der Turnhalle von der Realschule plus (ehemals DOS). „Die Arbeiten werden voraussichtlich im Sommer beendet sein", so Brauer über das Projekt, das rund 270.000 Euro kostet und mit 50 Prozent bezuschusst wird. Bisher seien Trennwände installiert worden. Die Erneuerung des Hallenbodens sowie der Prallschutzwände stehe noch aus.
Fortgeführt werden können mit Geldern des Konjunkturpakets auch die Modernisierungen der Berufsbildenden Schule in Eisenberg und ihrer Sporthalle, die im vergangenen Jahr begonnen wurden und eine beachtliche Energieeinsparung bewirken sollen. Der zweite Bauabschnitt schlägt mit 314.000 Euro zu Buche und wird mit gut 251.000 Euro gefördert.
Nakfour informierte noch über eine Investition von 43.000 Euro in der katholischen Kindertagesstätte Ramsen, für die Zuschüsse in Höhe von 80 Prozent fließen. Das sechste bewilligte Vorhaben ist ein Medienprojekt der evangelischen Gemeinschaftsjugend für 5600 Euro. (abf)
LESZINT
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.13
Datum: Samstag, den 16. Januar 2010
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '5953039'
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Die Rheinpfalz vom 15. Januar 2010

Neugier und Bedenken geäußert
EISENBERG: Eltern und Kinder informieren sich beim Tag der offenen Tür an der zukünftigen IGS - Viele Fragen zur Anmeldung
Wie macht man einen Tag der offenen Tür an einer Schule, die es noch gar nicht gibt? Dieser Herausforderung versuchte das Planungsteam für die kommende Integrierte Gesamtschule (IGS) am späten Mittwochnachmittag gemeinsam mit anderen Lehrern und Schülern gerecht zu werden. Das Interesse der Eltern war - wie bereits beim Info-Abend im Dezember - groß.
Bereits um kurz nach 17 Uhr, als der Tag der offenen Tür beginnt, strömen die Menschen in das Gebäude der Realschule Plus in - die frühere Duale Oberschule - der Martin-Luther-Straße. Das Planungsteam stellt dort in jenem Gebäudetrakt, in dem auch ab Sommer die ersten Fünftklässler der neuen Schule unterrichtet werden sollen, die verschiedenen geplanten Schwerpunkte der IGS vor. Unterstützt werden sie dabei von Kollegen und Schülern aus Realschule und Realschule plus, die beide sukzessive durch die IGS ersetzt werden.
„Etwas zu verkaufen, das es noch nicht gibt, ist schon ungewöhnlich", räumt Gabriele Steurer von der Planungsgruppe ein, die sich in jenem Raum postiert hat, der sich mit dem Schwerpunkt „Sprachen" beschäftigt und dort Eltern Rede und Antwort steht. Auf Plakaten werden daher vor allem Projekte vorgestellt, die es bereits an den beiden Vorgängerschulen gibt, etwa Austauschprogramme mit Frankreich oder Großbritannien. „Die erfolgreichen Projekte wollen wir in der IGS natürlich weiterführen", kündigt Steurer an.
Weitere fachliche Schwerpunkte der neuen Schule sollen Ökologie und Naturwissenschaften, Sport sowie Musik und Kunst sein. In einem weiteren Raum schwärmt deshalb Armin Bauer - ebenfalls Mitglied im Planungsteaum - von den Sportstätten im Umfeld der Schule. So gebe es etwa ein Mini-Fußballfeld und eine Kletterwand. „Wir haben hier sehr gute Sportmöglichkeiten auf engstem Raum", sagt er.
Wenige Meter weiter geht es um den Schwerpunkt Musik: Eine Schülerband der Realschule plus, verstärkt durch Musiklehrer der Realschule, sorgt für Stimmung - und lebt bereits die Kooperation der beiden Schulen vor, die mit Einführung der IGS kommen wird. Ein Stockwerk darüber sind Naturwissenschaften das Thema. Die Eltern und künftigen Fünftklässler, die gekommen sind, um sich zu informieren, können hier etwa Gegenstände unter einem Mikroskop betrachten oder eine Lochkamera basteln.
Vielen Eltern gefällt am Prinzip IGS, dass dort gemeinsam gelernt und trotzdem individuell gefördert wird. Dadurch, dass die Schüler je nach Leistungsstärke in verschiedene Kurse einsortiert werden, zwischen denen aber während der Schullaufbahn gewechselt werden kann, muss kein Schüler sitzen bleiben. Innerhalb der IGS können dabei alle Schulabschlüsse erreicht werden - von der Berufsreife bis zum Abitur.
Viele Fragen der Eltern drehen sich auch um das Thema Anmeldung, wie Armin Bauer bestätigt. „Einige haben Bedenken, dass ihr Kind nicht genommen wird." Peter und Sandra Heitmann aus Dreisen, deren Tochter im Sommer in die fünfte Klasse kommt, haben genau diese Befürchtung. Dabei wäre die IGS ihre Wunschschule: Auf einem Gymnasium könnte ihr Kind überfordert sein, „auf der Realschule plus wäre sie hingegen unterfordert", glauben die Eltern. Deshalb habe sie die Schulform IGS überzeugt: „Da werden die Kinder nicht fallen gelassen."
Gisela Trindade, die mit ihrer Tochter Tiara aus Carlsberg nach Eisenberg gekommen ist, hat ebenfalls die Angst, es könnten zu wenige Plätze vorhanden sein. Deshalb habe sie unter anderem interessiert, ob die Schule vierzügig bleibe - und danach sieht es momentan aus. „Schade, dass nur 120 Schüler die Chance haben, aufgenommen zu werden", findet sie. Das Prinzip IGS hat sie nämlich überzeugt: „Die Schulform ist super." (zin)
Zur Sache: Aufnahmeverfahren und -kriterien an der IGS
Ein viel gefragter Mann beim Tag der offenen Tür war Ulf Boeckmann, der bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion für die Koordination von IGS-Neugründungen verantwortlich ist. Viele Fragen an ihn betrafen das Thema, unter welchen Voraussetzungen ein Kind an der IGS aufgenommen wird. Zunächst werden laut Boeckmann alle Anmeldungen entgegengenommen. Die Anmeldung ist am Samstag, 30. Januar, 10 bis 14 Uhr, Montag, 1. Februar, 15 bis 18 Uhr, und Dienstag, 2. Februar, 9 bis 12 Uhr im Gebäude der Realschule Eisenberg in der Friedrich-Ebert-Straße möglich. Im gleichen Zeitraum liegen auch die Anmeldetermine für andere Integrierte Gesamtschulen. Die Eltern sollen dann bis zum 10. Februar Bescheid bekommen, ob ihr Kind genommen wird. Laut Boeckmann ist es möglich, bei der Anmeldung anzugeben, dass das Kind im Zweifel auch eine andere IGS - etwa jene in Enkenbach-Alsenborn oder Grünstadt - besuchen würde. Die benachbarten Gesamtschulen stünden während des Auswahlverfahrens miteinander in Kontakt, so dass kein IGS-Platz unbesetzt bleibt. Kann ein Kind dennoch nicht aufgenommen werden, ist immer noch die Anmeldung an einem Gymnasium oder einer Realschule plus möglich, da die Anmeldetermine für diese Schulformen später liegen.
Welche Kinder an einer IGS aufgenommen werden, richtet sich laut Boeckmann nach genau festgelegten Kriterien. Zunächst sei die Bildung von Leistungsgruppen ausschlaggebend. Vereinfacht ausgedrückt: Je ein Drittel der Schüler sollte hauptschul-, realschul- und gymnasial-geeignet sein. Dabei wird sich aber nicht streng nach den Empfehlungen aus der Grundschule gerichtet, erläutert Boeckmann. Melden sich zum Beispiel mehr schwächere Kinder an, werden auch solche Schüler mit einem etwas schlechteren Notenschnitt in das obere Drittel einsortiert, so dass die Jahrgangsstärke von 120 Schülern in jedem Fall erreicht wird. Als nächstes Kriterium für die Aufnahme ist der Wohnsitz ausschlaggebend. Kinder aus dem Bereich des Schulträgers - im Fall Eisenberg der Donnersbergkreis - werden bevorzugt. Drittes Kriterium können weitere sachliche Kriterien sein, etwa die Frage, ob Geschwister angemeldet werden. Sollten nach der statistischen Auswertung Kinder übrig bleiben, die exakt die gleichen Voraussetzungen mitbringen, entscheidet das Los. Dass die Zahl der Anmeldungen jene der Plätze vermutlich übersteigen wird, ist laut dem ADD-Vertreter sogar beabsichtigt: „Es ist für die IGS wünschenswert, dass es eine gewisse Auswahl gibt, damit wir die Leistungsverteilung hinbekommen", erklärt Boeckmann. (zin)
LESZINT
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.12
Datum: Freitag, den 15. Januar 2010
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '5946801'
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Wir danken für die Treue zur Sozialdemokratie
Willi Becker - 50 Jahre
Gerhard Jung, Bernd Maltry - 40 Jahre
Erika Schwehm - 35 Jahre
Hans-Werner Dech - 30 Jahre
Angelika Piégsa - 25 Jahre
Die Rheinpfalz vom 06. Januar 2010

"Wir machen unser Land zukunftsfähig"
EISENBERG: Beim SPD-Neujahrsempfang räumt der Landtagsfraktionsvorsitzende Hartloff Fehler ein - Treue Mitglieder geehrt
Am Montagabend hatte der SPD-Ortsverein in seinem Gründungslokal „Gasthaus zum Engel" zum Neujahrsempfang eingeladen. Gast bei der gut besuchten Veranstaltung war der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und Kuseler Bürgermeister Jochen Hartloff.
„Wir machen unser Land zukunftsfähig, und wir sind gut aufgestellt, die Probleme pragmatisch und auf sozialdemokratischem Fundament zu lösen, denn die Sozialdemokratie hat Zukunft", sagte er. Bundespolitische Themen wie Leiharbeit oder Mindestlohn sprach Hartloff ebenso an wie Schwerpunkte der Landes- und Kommunalpolitik, wobei er ganz bewusst auch selbstkritische Anmerkungen seiner Partei ins Stammbuch schrieb.
Da die SPD auf Bundesebene selbst ihre „eigene Politik nicht getragen" habe, sei folglich das jüngste Bundestagswahlergebnis nicht erstaunlich gewesen, stellte Hartloff fest, der seit 2009 auch dem SPD-Bundesvorstand angehört. In der Vergangenheit gemachte Fehler wie beispielsweise bei der Agenda 2010 müssten politisch aufgearbeitet werden. Dazu mahnte Hartloff an, die innerparteiliche Diskussion wieder zu pflegen.
Eingehend auf die aktuelle Wirtschaftskrise meinte der Fraktionsvorsitzende, das Ziel, die Finanzmärkte im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft zu kontrollieren, sei noch nicht erreicht. Wünschenswert wären EU-weite Regeln, um künftig ähnliche Finanzkrisen zu verhindern. Die desolate Schuldensituation auf allen politischen Ebenen sei keineswegs durch Steuersenkungen zu lösen, denn nur durch entsprechende Einnahmen könnten die notwendigen Ausgaben für Bildung, Infrastruktur oder innere Sicherheit geleistet werden.
Die magere finanzielle Ausstattung der Kommunen bedrohe deren Selbstverwaltung. Das Problem kann Hartloffs Ansicht nach nicht auf Landesbene, sondern langfristig nur bundespolitisch gelöst werden. Beim Nürburgring seien sicher auch Fehler gemacht worden, räumte er ein, legte aber Wert auf die Bedeutung der Maßnahme für die Region.
Im Anschluss an die Rede stellte Kerzenheims Bürgermeister Alfred Wöllner unter großem Beifall fest, die SPD habe in der Großen Koalition ihre soziale Glaubwürdigkeit verloren und dafür die Quittung bei der Bundestagswahl erhalten.
Ortsvereinsvorsitzender Reinhard Wohnsiedler stellte im Rückblick auf die Kommunalwahl „herbe Verluste in Eisenberg" fest, bei der trotz eines engagierten Wahlkampfs keiner der SPD-Direktkandidaten gewählt wurde. Die Verantwortung liege jedoch nicht bei den Kandidaten, sondern den Ausschlag habe die bundespolitische Stimmung für die Sozialdemokratische Partei gegeben.
Dank für ihr kommunalpolitisches Engagement sagte der Ortsverein den ehemaligen Ratsmitgliedern Hanna Holz-Hafner, Renaldo Trum, Karsten Remien und den ehemaligen Ortsvorstehern für Steinborn und Stauf, Jörn Vahlenbreder und Karl-Friedrich Dech.
Die musikalische Umrahmung gestalteten Ute und Michelle Rauschkolb sowie Jörg Wohnsiedler.
Geehrte Mitglieder:
Willi Becker (50 Jahre); Gerhard Jung, Bernd Maltry (je 40); Erika Schwehm (35); Hans-Werner Dech (30); Angelika Piégsa (25). (hsc)
WAGNERM
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.4
Datum: Mittwoch, den 06. Januar 2010
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '5905854'
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Die Rheinpfalz vom 02. Januar 2010

Von SPD-Bürgermeistern geprägt
KERZENHEIM: Verbandsbürgermeister Walter Brauer wird heute 60 Jahre alt
Das Schönste am seinem Amt sei, dass er mit vielen verschiedenen Leuten reden und diskutieren kann. So charakterisierte Walter Brauer einmal seine berufliche Tätigkeit, bei der er „als Pragmatiker geradlinig auf seine Ziele zugeht" und nicht vergisst, auch über den „eigenen Tellerrand" zu schauen.
Der in Kerzenheim wohnhafte Bürgermeister der Verbandsgemeinde Eisenberg feiert heute seinen 60. Geburtstag. Der 1950 in Quirnheim geborene Jubilar wurde 1996 zum VG-Bürgermeister direkt gewählt und stellte sich 2004 zur Wiederwahl für eine zweite Amtszeit, die 2012 endet. Seine berufliche Laufbahn begann 1966 als Verwaltungslehrling unter Bürgermeister Schneider bei der damaligen Gemeindeverwaltung Kerzenheim, von der er nach seiner Lehrzeit als Gemeindeinspektorenanwärter in das Beamtenverhältnis übernommen wurde. Nach der Verwaltungsprüfung wurde Brauer als Inspektor von der neu gebildeten Verbandsgemeinde übernommen und war als persönlicher Referent von Stadt- und VG-Bürgermeister Heinrich Rauschkolb im Hauptamt tätig. Nach Beförderung und der Verbeamtung auf Lebenszeit wechselte Brauer 1979 zu den VG-Werken, wo er ein Jahr später zunächst als stellvertretender und ab 1983 als Werkleiter für die Sicherstellung der Wasserversorgung, Kanalbauprojekte und Stromversorgung verantwortlich war. Seit 1990 saß er - mittlerweile zum Oberamtsrat ernannt - als Geschäftsleitender Beamter in der Schaltzentrale der VG-Verwaltung und wechselte 1996 nach seiner Wahl an den Chefschreibtisch. Geprägt von den SPD-Bürgermeistern Rauschkolb, Hirschberger und Holthöfer, sowie dem Kerzenheimer Ortsbürgermeister Karl Schneider, war 1992 die Mitgliedschaft bei den Sozialdemokraten nur noch der letzte Schritt in die Kommunalpolitik. Von den vielen Schwerpunkten in Brauers Amtszeit seien vor allem die Zukunftssicherung des Schulstandortes und der Schulgebäude in VG-Trägerschaft, die Sportstätten in den drei Gemeinden und die moderne Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr genannt. Und als ehemaliger Werkleiter kann er stolz auf die komplette Grundversorgung der Bevölkerung mit Strom und Wasser sowie auf die mit dem neuesten technischen Stand ausgerüstete Kläranlage blicken. Dass eine bürgernahe Verwaltung selbstverständlich ist, dokumentiert das Servicebüro im Rathaus als erste und wichtigste Anlaufstelle für die Bürger.
Dem Kreistag gehört Brauer seit 1999 an, und über seine dienstlichen Aufgaben hinaus ist er Mitglied in zahlreichen Vereinen. Er engagiert sich unter anderem ehrenamtlich als Vorsitzender des VG-Kinder- und Jugendchores und kümmert sich als Rechner der katholischen Kirchenstiftung Kerzenheim um die kirchlichen Finanzen. Das Element Wasser spielt für den begeisterten frühmorgendlichen Schwimmer im Waldschwimmbad ebenso eine Rolle wie als Matrose auf einem Segelschiff im Mittelmeer. Als Gitarrist und Sänger der legendären „Stumpfwaldkrischer" trug das Geburtstagskind mit seiner musikalischen Leidenschaft aus Spaß an der Freud zur Unterhaltung bei vielen sich bietenden Gelegenheiten bei. (hsc)

