2012

Aus Eisenberg in den Vorstand der Donnersberger SPD gewählt

Auf dem Unterbezirksparteitag der SPD des Donnersbergkreises wurden unsere Ortsvereinsmitglieder

Bernhard Heise, Ender Önder und Jaqueline Rauschkolb

als Beisitzer in den Vorstand der Donnersberger SPD gewählt.

Herzlichen Glückwunsch!

Jaqueline Rauschkolb in den SPD-Landesvorstand von Rheinland-Pfalz gewählt

Am 10.11.2012 wurde das Mitglied unseres Ortsvereins und stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Jaqueline Rauschkolb mit 192 Stimmen als Beisitzerin in den SPD-Landesvorstand von Rheinland-Pfalz gewählt.
Liebe Jaqueline herzlichen Glückwunsch!

 

Die Rheinpfalz vom 29. Oktober 2012

„Soziale Politik für alle Bürger“

EISENBERG: Bernhard Heise über seine Chancen bei der Beigeordnetenwahl

Bernhard Heise, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender im Eisenberger Stadtrat, wird bei der nächsten Stadtratssitzung am Mittwoch, 31. Oktober, als Kandidat zum Ersten Stadtbeigeordneten antreten (wir informierten). Nach „intensiven Gesprächen“ in seiner Fraktion trete er als Gegenkandidat zu Georg Grünewald an, der von der CDU zur Wahl vorgeschlagen wird (wir berichteten am 5. Oktober). Heise erklärte auf Anfrage weiter, er sehe „realistische Chancen“, die Stimmen der anderen Ratsmitglieder zu bekommen, da die SPD als zweitstärkste Fraktion „mit allen Parteien für eine Neugestaltung der nächsten Jahrzehnte für die Stadt Eisenberg benötigt wird“.Insbesondere das Entschuldungsprogramm sei, so Heise, für die nächsten 15 Jahre „nur unter Berücksichtigung der zweitstärksten Fraktion und Beibehaltung der sozialen Standards möglich“. Außerdem sei die SPD-Fraktion der Ansicht, sie müsste den Ersten Beigeordneten stellen, da sie eine große Mehrheit der Eisenberger Bevölkerung vertrete. Er werde als Kandidat antreten, weil er eine soziale Politik unter Berücksichtigung aller sozialen Brennpunkte für alle Bürger machen möchte, erklärte Heise sein Programm. Auch müssten künftig angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, der Veranstaltungen und Betreuung gebündelt werden.

Als weitere bedeutende Anliegen nannte Bernhard Heise die Sicherung und den Ausbau der Industrie vor Ort und die Sicherstellung der Ausbildung. Dazu müsse die bisherige aktive Unterstützung durch die Stadt intensiviert werden, findet der Kandidat, der beruflich seit zwei Jahrzehnten an der Spitze des Gienanth-Betriebsrates steht.

Im Falle seiner Wahl werde er in den kommenden Jahren angesichts der in Eisenberg vertretenen über 50 Nationen die Integrationspolitik fördern und fortführen, kündigte Heise an. (hsc) kommentar

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.252
Datum: Montag, den 29. Oktober 2012
Seite: Nr.23
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_5222292'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

Berlin ist eine Reise wert - Studienfahrt des SPD-Ortsvereins

Die Eisenberger Reisegruppe mit MdB Gustav Herzog
Die Eisenberger Reisegruppe mit MdB Gustav Herzog

Auf Einladung von MdB Gustav Herzog unternahmen 26 Mitglieder des SPD-Ortvereines Eisenberg eine Studienreise nach Berlin. Die Anreise erfolgte um-weltfreundlich und weitgehend stressfrei per Bahn.

Nach der Ankunft am frühen Sonntagnachmittag konnte man bei herrlichem Sonnenschein im Regierungsviertel flanieren und Berliner Luft schnuppern, bevor am Abend eine Bootsfahrt auf der Spree auf dem Programm stand. Die Gebäude und Sehenswürdigkeiten entlang des Spreeufers (wie auch in ganz Berlin) waren dabei durch das Festival of Lights ins rechte Licht gesetzt.
Besonders beeindruckend: Die Lichtinstallationen am Potsdamer Platz und am Brandenburger Tor, wohin es die Eisenberger Gruppe nach der Bootsfahrt noch gezogen hatte.
Bei einer Stadtrundfahrt am folgenden Tag vermittelte Stadtführerin Tatjana Rossa eine fundierte Übersicht über Stadtbild und Geschichte, sehr persönlich gefärbt und deshalb umso authentischer, lebt sie doch seit 1987 in der Stadt – zunächst in Ost-Berlin, nun in der zusammengewachsenen Hauptstadt Deutschlands.
Sie informierte auch kompetent über die Lebensverhältnisse in der Stadt, in der es sich, was zum Beispiel Mieten und Preise angeht, wesentlich günstiger leben lässt als in Hamburg oder München.
Besonders beeindruckend war der Ostteil Berlins, wo das Leben schneller und aufregender zu pulsieren scheint als im eher betulichen ehemaligen Westberlin. Gerade die kreative Szene (Kunst, Mode) gehört zu den „angesagtesten“ in Europa.
Vom 100 Meter hohen Panoramapunkt am Potsdamer Platz – zur Zeit der Teilung ödes Niemandsland – genossen die Eisenberger Gäste abschließend einen fantastischen Rundblick.
Nachmittag und Abend blieben dann der eigenen Programmgestaltung überlas-sen; der Bogen reichte von Kunstgalerien, Kabarett, Musical bis zum Besuch uriger Kneipen. Etliche SPDler besuchten das Musical „Hinterm Horizont“, basierend auf Liedern von Udo Lindenberg (Mädchen aus Ost-Berlin, Sonderzug nach Pankow u.v.m.). Die Uraufführung fand am 13. Januar 2011 im Theater am Potsdamer Platz in Berlin statt. Gerade vor dem Hintergrund der fast überwundenen deutschen Teilung und gerade am Potsdamer Platz ist die Thematik noch immer brandaktuell. Wie heißt es so schön im Musical? „Jetzt brauchen wir nur noch die Reste der Mauer in unseren Köpfen wegzukloppen!“

Teil des gemeinsamen Programms war auch ein Besuch in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung. Hier informierte Antonio Giarra-Zimmermann, Leiter der Abteilung Bundesangelegenheiten, kenntnisreich und mit viel Humor über die Arbeit der Einrichtung, die sich im Wesentlichen beim Bund für die Interessen des Landes einsetzen soll. Akribisch werden Gesetzesvorlagen studiert und Stellungnahmen für die Landesregierung vorbereitet; Kunstaustellungen und Tage der Offenen Tür bringen Gästen aus Politik und Wirtschaft, aber auch privaten Gästen die Lebensart unseres Bundeslandes näher.

Die Vertretung liegt etwa gleichweit vom Reichstagsgebäude und dem Bundes-ratsgebäude entfernt, was durchaus symbolisch für das Spannungsfeld steht, in dem die Mitarbeiter der Landesvertretung arbeiten.
Von der Dachterrasse des Gebäudes blickt der Besucher direkt auf das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, dessen graue Wellen betroffen machen; besonders beeindruckend und beklemmend war für den Chronisten ein Gang durch die Reihen von Betonstelen und ein Besuch im dazu gehörenden Museum.

Der Mittwoch brachte ein Treffen mit unserem Wahlkreisabgeordneten Gustav Herzog im Paul-Löbe-Haus. Herzog vermittelte einen Einblick in seine vielseitige und anspruchsvolle Arbeit als Abgeordneter und ließ die Eisenberger Genossen einen Blick in seinen Terminkalender werfen, der oft einen 12-Stunden-Tag umfasst.
In der anschließenden Diskussion ging er auf aktuelle Fragen ein, darunter auch die Frage nach dem Kanzlerkandidaten der SPD, Peer Steinbrück. Diesem traut er zu, die SPD zu mobilisieren und die Wählerinnen und Wähler zu überzeugen. Die von CDU und FDP aufgeworfene Diskussion um Steinbrücks Nebenverdienste betrachtet er als heuchlerisch, zumal sie sich gleichzeitig weigerten, einem weitergehenden Gesetzentwurf zur Offenlegung aller Nebeneinkünfte zuzustimmen.

Reinhard Wohnsiedler, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Eisenberg, dankte Herzog für die Einladung. Sein Dank ging auch an Ariane Meinzer, die Assistentin des Abgeordneten, für die Hilfestellung bei Vorbereitung und Planung der Fahrt. Teile der mitgebrachten Gastgeschenke, konnte er leider nicht persönlich überreichen – diese waren in der Sicherheitsschleuse des Hauses hängengeblieben und werden nachgeliefert.
Wolfgang Schwalb nutzte ebenfalls die Gelegenheit und bedankte sich im Namen der Gruppe bei Reinhard Wohnsiedler für die reibungslose Organisation und die fürsorgliche Betreuung während des gesamten Aufenthaltes und fügte hinzu: „Jetzt sind wir hochmotiviert und für den Wahlkampf gerüstet!“

Zeitgeschichte ist in Berlin immer präsent: Vom Speisesaal im Abgeordnetenhaus hat man einen wunderschönen Blick auf das Spreeufer mit seinen modernen Gebäuden – und auf 6 weiße Kreuze, die an Opfer der Berliner Mauer erinnern.

Am Abreisetag stand noch ein Besuch im Reichstagsgebäude auf dem Programm. Die Eisenberger verfolgten eine Debatte zur Erhöhung der Verdienstgrenze für Mini-Jobber; wegen der angesetzten namentlichen Abstimmung war das Plenum gut gefüllt – auch etliche Regierungsmitglieder, darunter die Kanzlerin, waren zu sehen. Angela Merkel trug zu einem grünen Blazer eine rote Handtasche, was etliche Mitglieder des Ortsvereins zu hoffnungsvollen Kommentaren veranlasste: „Die übt schon mal für Rot-Grün!“

Der Besuch der Dachterrasse und das Begehen der gläsernen Kuppel über dem Reichstagsgebäude (mit einmaligem Rundblick über Berlin) war dann ein besonderes Erlebnis und abschließender Höhepunkt der Reise. Für die meisten Teilnehmer steht fest: Es wird nicht der letzte Besuch in der Hauptstadt gewesen sein.

(Paul Schmitz, SPD-OV)

 

Kurt Beck, Malu Dreyer und Roger Lewentz in einem Schreiben vom 29.09.2012 an die Mitglieder der SPD

Nach den Ereignissen des gestrigen Tages wenden sich Kurt Beck,
Malu Dreyer und Roger Lewentz in einem persönlichen Schreiben
an die Mitglieder der rheinland-pfälzischen SPD.

Lieber Reinhard,
ich habe gestern Abend SPD-Präsidium, Landesvorstand und Landtagsfraktion der rheinland-pfälzischen SPD erklärt, dass mich eine ernstzunehmende Erkrankung im Bereich der Bauchspeicheldrüse dazu gezwungen hat, eine - persönlich wie politisch - schwere Entscheidung zu treffen. Nach 19 Jahren an der Spitze unserer Partei sowie 18 Jahren in der Regierungsverantwortung für Rheinland-Pfalz werde ich mich in den kommenden Monaten aus der aktiven landespolitischen Arbeit zurückziehen. Ich verbinde diese Ankündigung mit dem Ausdruck tiefer Dankbarkeit für die Zusammenarbeit, die ich in all diesen Jahren in unserer Partei erleben durfte.

Ich bin mir sicher: Die rheinland-pfälzische SPD ist programmatisch auf einem sehr guten Weg. Und auch die personellen Weichen sind gestellt.
Ich bin sehr froh, dass die Gremien meine mit allen Beteiligten abgestimmten Personalvorschläge gestern Abend einmütig und einstimmig unterstützt haben. Gemeinsam schlagen wir vor, Malu Dreyer als meine Nachfolgerin im Ministerpräsidenten-Amt zu unterstützen sowie Roger Lewentz dem Landesparteitag am 10. November als zukünftigen Landesvorsitzenden zu empfehlen. Ich bitte Dich sehr herzlich: Bringe Malu und Roger das Vertrauen, die Solidarität entgegen, derer ich mir immer sicher sein durfte.
Herzliche Grüße
Euer

Lieber Reinhard,

auch für mich waren die vergangenen Stunden und Tage sehr bewegend. Wie so viele unter uns habe auch ich Kurt Beck sehr viel zu verdanken. Ich durfte als Ministerin gemeinsam mit ihm in den vergangenen zehn Jahren wichtige landes- und bundespolitische Themen bearbeiten und verantworten. Trotz intensiver Zusammenarbeit mit Kurt Beck kam seine Frage, ob ich mir vorstellen könne ihm als Ministerpräsidentin nachzufolgen, überraschend.
Nach eingehender Prüfung- auch meiner gesundheitlichen Stärke - bin ich sehr froh, sagen zu können: Ja, ich möchte gerne als Ministerpräsidentin der Erfolgsgeschichte unseres Landes weitere Kapitel anfügen.
Wir haben mit Bündnis 90/Die Grünen einen verlässlichen Koalitionspartner. Ich freue mich darauf, diese durch Kurt Beck begründete gute Zusammenarbeit mit den Grünen fortzusetzen. Denn wir haben gemeinsam noch viel vor!
Aber es wird ganz entscheidend auf unsere eigene, die sozialdemokratische Kraft ankommen: Die Kraft der Solidarität und des Zusammenhalts.
Lass mich daher danken für die vielen Worte und Zeichen der Unterstützung, die mich in den letzten Stunden erreicht haben und bitten: Gemeinsam sollten wir daran arbeiten, dass Rheinland-Pfalz und die rheinland-pfälzische SPD auf gutem Weg bleiben. Dazu möchte ich gerne meinen Beitrag leisten.

Lieber Reinhard,

Wer die rheinland-pfälzische Sozialdemokratie kennt, spürt, dass Kurt Beck auch als SPD-Landesvorsitzender eine breite Spur gezogen hat.
Wir sind einer der erfolgreichsten sozialdemokratischen Landesverbände mit einer starken Basis vor Ort und einer erfolgreichen Regierungs- und Fraktionsarbeit in Mainz. An diese Leistung möchte ich gerne als Landesvorsitzender anknüpfen - so mich die Delegierten des Landesparteitages im November mit ihrem Vertrauen ausstatten. Die vor uns liegenden Wahlen, beginnend mit der Bundestagswahl im kommenden Jahr, über die Europa- und Kommunalwahl 2014 bis hin zur Landtagswahl im Jahr 2016 können wir mit großer Zuversicht angehen. Erfolgreich können wir jedoch nur gemeinsam sein: Mit einer Ministerpräsidentin Malu Dreyer an der Spitze und einem gutem Team in Regierung, Landtagsfraktion und Partei um sie herum. Auf diese Teamarbeit freue ich mich und bitte Dich sehr herzlich um Deine Unterstützung!

 

Die Rheinpfalz vom 6. September 2012

Lob für Standort Eisenberg

EISENBERG: Bundestagsabgeordneter Gustav Herzog (SPD) besucht die Firma Fontargen - 70 Mitarbeiter beschäftigt

Von 70 Mitarbeitern bei Fontargen sind sieben Auszubildende. Damit bildet das Eisenberger Unternehmen über den eigenen Bedarf hinaus aus, was dem Lötdraht- und Lötzusatzstoffhersteller gestern ein Lob des Bundestagesabgeordneten Gustav Herzog (SPD) einbrachte. Auf seiner Sommerreise besucht Herzog regelmäßig Unternehmen in seinem Wahlkreis, um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu verschaffen.

Die Ausbildung insgesamt, das Problem, dass es schwieriger für Unternehmen wird, geeignete Mitarbeiter zu finden, der teilweise schlechte Bildungsstand von Schulabgängern, das war ein Themenkomplex, der beim Betriebsbesuch bei Fontargen mehrfach zur Sprache kam. Die „Kleinstaaterei” im Bildungssystem, die mangelnde Vergleichbarkeit der Abschlüsse und die aus Sicht der Unternehmen völlig falsche Schwerpunktbildung bei der schulischen Ausbildung sei ein Problem für Unternehmen, sagte beispielsweise Werner Kühne vom Betriebsrat.

Die Mitarbeiter des Unternehmens kommen aus einem Umkreis von 80 Kilometern, durch direkte Kontakte zu Universitäten im gesamten Bundesgebiet versucht Fontargen seinen Bedarf an Fachkräften zu decken. Positiv bewertet wurde von Geschäftsführer Udo Kringel und Gustav Herzog der Standort Eisenberg. Heute sei für Fachkräfte, die sich oft ihre Arbeitgeber aussuchen können, die Großstadt meist das Ziel, so Kringel. Nur durch die in Eisenberg vorhandenen Standortfaktoren wie Kindergärten und Schulen gelinge es, Menschen für die Region zu begeistern. Herzog hob die Nähe zum Flughafen Frankfurt hervor, der in knapp 45 Minuten von Eisenberg aus erreicht werden kann. „Das ist ein Faktor, der mir immer wieder von Unternehmen in meinem Wahlkreis als Vorteil genannt wird”, so der Abgeordnete, der sich der Geschäftsführung und vor allem den Azubis auch selbst ausführlich vorstellte.

Kringel machte deutlich, dass Fontargen kein reines Vertriebsunternehmen ist, sondern am Standort durchaus produziert werde, auch wenn der Vertrieb dominiere. Erstmalig habe 2012 auch ein Auszubildender als Maschinenführer seinen Abschluss machen können, sogar so gut, dass er anschließend zum Industriemechaniker weitergebildet werden kann. Bei der Ausbildung kooperiert das Unternehmen mit anderen Firmen am Standort Eisenberg. „Was bei uns nicht erlernt werden kann, dafür schicken wir gewerbliche Azubis zu benachbarten Unternehmen”, so der Geschäftsführer.

Kringel gab auch einen Abriss über die Geschichte des 1951 gegründeten Unternehmens. Heute gehört Fontargen zu Voest Alpine, einem österreichischen Konzern mit mehr als zwölf Milliarden Euro Jahresumsatz. Dort wird das Unternehmen der Sparte „Metal Engeneering” zugeordnet, die ihrerseits 527 Millionen Euro erwirtschaftet. Davon werden 45 Millionen Euro in Eisenberg bei Fontargen umgesetzt. „Wir streben mittelfristig eine Ausweitung des Umsatzes auf 60 Millionen an, bis 2017 ist als langfristige Planung die Größe von 100 Millionen anvisiert”, so Kringel.

Begeistert war Herzog von der Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten der Löt-Produkte von Fontargen, die auch im täglichen Umgang mit Werkzeugen zu finden sind. Beispielsweise werden die Bohrköpfe von Steinbohrern in den Bohrstab eingelötet, auch bei Sägeblättern wird die Hartmetall-Schneide mit dem Blatt mit Hilfe von Fontargen-Produkten verlötet. 2000 Kunden, darunter viele Automobilhersteller und Zulieferer, aber auch große Unternehmen der Heizungs- und Kühlungstechnik, zählen zum Kundenstamm, der insgesamt mit rund 3000 unterschiedlichen Produkten beliefert wird. (jös)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.208
Datum: Donnerstag, den 06. September 2012
Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '9391738'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

Die Rheinpfalz vom 4. September 2012

„Religion ist auch ein Schutz”

Interview: Das Verhältnis der deutschen Mehrheitsgesellschaft zur muslimischen Minderheit ist nicht immer frei von Reibungen, wie zuletzt die Debatte über Beschneidungen gezeigt hat. Der Eisenberger Unternehmer Ender Önder ist dennoch der Meinung, dass die Integration auf einem guten Weg ist.

Herr Önder, kürzlich ist der muslimische Fastenmonat Ramadan zu Ende gegangen. Haben Sie auch gefastet?

Ja, ich faste seit meinem 14. Lebensjahr während des Ramadans.

Fällt Ihnen die Umstellung beim Essen noch schwer?

Nein, einen Monat zu fasten tut gut. Natürlich dauert es immer ein paar Tage, bis man sich umgestellt hat.

Was bringt Ihnen das Fasten?

Man spürt Solidarität, Zusammenhalt und eine innere Ruhe. Es ist die Zeit, an die Armen zu denken, die nichts zu essen haben und man kann für sich eine Bilanz ziehen.

Täuscht der Eindruck, dass das Fasten eine Sache ist, an die sich die allermeisten - auch die weniger religiösen - Muslime halten?

Die Leute strengen sich an. Ich bin nicht streng gläubig, aber ich erfülle meine Pflichten als Muslim. Ob man fastet, ist die individuelle Entscheidung eines jeden. Kranke, Kinder und Schwangere sollen übrigens nicht fasten.

Es scheint, dass sich gerade jüngere Muslime wieder verstärkt der Religion zuwenden. Halten Sie das nicht für besorgniserregend und ein Hemmnis für die Integration?

Nein, wegen der Religion scheitert die Integration nicht. Religion schützt auch vor schlechten Dingen. Ich begrüße es, wenn Jugendliche ihre Religion leben. Das gilt generell für Religionen. Viele Deutsche gehen nicht mehr in die Kirche. Das sollte sich auch ändern. Natürlich soll man aber kein Fundamentalist werden.

Aber gerade an religiösen Fragen entzündet sich doch oft Streit. In der Eisenberger Grundschule gab es zum Beispiel vereinzelt Beschwerden türkischer Eltern, nachdem eingeführt wurde, dass es zum Mittagessen zwar weiterhin immer ein schweinefleischfreies Gericht gibt, aber zusätzlich - für die Nicht-Muslime - auch hin und wieder ein regionales Gericht mit Schweinefleisch. Das Essen stinke, hieß es etwa von Seiten der Muslime. Haben Sie für so etwas Verständnis?

Es gibt im Islam die Regel, dass Schweinefleisch verboten ist. Wenn sich da ein paar Leute beschwert haben, finde ich es schade und unverständlich. Wenn man Respekt erwartet, sollte man dies auch gegenüber anderen erfüllen. Ich finde es von der Grundschule Eisenberg sehr entgegenkommend, dass sie auch muslimische Kinder berücksichtigt. Dies sollte von allen Eltern gesehen und geschätzt werden. Wir sind seit 50 Jahren hier. 70 bis 80 Prozent der Migranten sind erfolgreich und haben sich bereits integriert. Eine kleine Anzahl von 20 Prozent, die keine Integration wollen, gibt es immer. Den Anteil sollte man natürlich versuchen zu verringern. Ich bin aber der Überzeugung, dass die Integration auf einem guten Weg ist.

Ein weiteres Reizthema in den vergangenen Wochen war die Beschneidung von Jungen. Bei einer Veranstaltung des Türkisch-Deutschen Unternehmerverbands Rheinland-Pfalz, dessen Vorsitzender Sie sind, sagten Sie zu dem Thema: „Man soll uns in Ruhe lassen.” Macht man es sich damit nicht zu einfach?

Die Beschneidung gehört zu unserer Religion. Es gibt sie auch im Judentum und im Christentum. Man tut damit der Gesundheit sogar etwas Gutes. Für uns ist die Beschneidung sehr wichtig. Seit über 1000 Jahren gibt es kein Problem damit, warum wird es jetzt thematisiert? Wir leben in einem Rechtsstaat, deshalb sollten wir da einen vernünftigen Weg finden.

Im Zweifelsfall sollte also das Gesetz geändert werden?

Ja. Wenn die Beschneidung in Deutschland verboten wird, dann wird sie trotzdem auf anderen Wegen durchgeführt. Wenn es die Ärzte nicht machen dürften, kann es sein, dass es unfachmännisch vollzogen wird. Dann wird es kriminell.

Sprechen wir über Ihre Heimatstadt Eisenberg, wo bekanntlich viele Migranten leben. Wie beurteilen Sie den Stand der Integration dort?

Schon seit Jahrzehnten gehört Eisenberg zu den Städten in Rheinland-Pfalz, die einen hohen Migrantenanteil haben. Ich sehe darin aber keinen Nachteil. Die Integration wird hier gelebt. Die TSG Eisenberg macht zum Beispiel sehr gute Integrationsarbeit. Die Leute werden dort akzeptiert, die Herkunft ist kein Thema. Meine beiden Söhne spielen dort Fußball. Es ist wichtig, dass die Kinder von Migranten auch deutsche Freunde haben.

Welche Rolle spielen Migranten für das Wirtschaftsleben in Eisenberg. Ist das Bild vom Gastarbeiter bei Gienanth noch zeitgemäß?

Das stimmt so nicht mehr. Es gibt auch Betriebswirte oder Rechtsanwälte unter den Migranten. Manche haben zum Beispiel Karriere bei der BASF gemacht, arbeiten bei der Polizei oder in der Verwaltung. Bei der Firma Gienanth gibt es übrigens ebenfalls Migranten, die eine gute Karriere vollzogen haben. Es gibt gut geführte Unternehmen von Migranten in Eisenberg, zum Beispiel eine Metallschleiferei, eine Verpackungsfirma, Transportunternehmen oder einen Friseursalon. Die Migranten schaffen dadurch auch Arbeits- und Ausbildungsplätze in Eisenberg.

Politisches Engagement wie von Ihrem Cousin Yüksel Önder, der für die CDU im Stadt- und Verbandsgemeinderat sitzt, scheint eher die Ausnahme zu sein.

Junge Migranten auf die politische Schiene zu bringen, ist auch ein Ziel des Türkisch-Deutschen Unternehmerverbands. Yüksel Önder leistet hervorragende Arbeit im Stadt- und Verbandsgemeinderat und ist für viele Jugendliche mit Migrationshintergrund ein Vorbild.

Sie selbst sind erfolgreicher Geschäftsmann und auch gesellschaftlich engagiert, so gesehen ein Musterbeispiel für Integration. Was raten Sie jungen Menschen mit Migrationshintergrund?

Ich sage das bei jeder Gelegenheit: Man muss die deutsche Sprache gut beherrschen. Außerdem sollten die jungen Leute einen Beruf erlernen oder studieren. Ohne eine Ausbildung ist man chancenlos. Auch die Mitgliedschaft in deutschen Vereinen fördert das Zusammenleben und damit die Integration.

Und was wünschen Sie sich von Seiten der deutschen Mehrheitsgesellschaft?

Mehr Respekt und Offenheit in allen Bereichen. Besser gesagt: Wir müssen uns gegenseitig respektieren. Wir haben gemeinsame Probleme, die können wir nur gemeinsam lösen.

Interview: Timo Leszinski

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.206
Datum: Dienstag, den 04. September 2012
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '9362407'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

Land fördert Projekt „Soziale Stadt“ in Eisenberg in 2012 weiter

Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ erhält die Stadt Eisenberg 1.280.000 Euro aus Mitteln der Städtebaulichen Erneuerung 2012. Dies teilte Innenminister Roger Lewentz der Landtagsabgeordneten und Staatsministerin Margit Conrad mit.

„Es freut mich, dass auch in der Bundesregierung ein Umdenken stattgefunden hat“, so Conrad. Mit diesen Fördermitteln können wichtige sozialintegrative Projekte für die Innenstadt von Eisenberg weiter umgesetzt werden, wie Maßnahmen zum Abbau sozialer Problembereiche und zur städtebaulichen Entwicklung. „Das Land steht zu dem Projekt. Vor allem benachteiligte Kinder und Jugendliche profitieren von diesen Initiativen, wie sie in Eisenberg beispielhaft entwickelt und schrittweise umgesetzt werden“, erläutert Margit Conrad weiter.

Der Zuwendung liegen 1,6 Mio. Euro zuwendungsfähige Gesamtkosten zugrunde. Insgesamt flossen damit seit 2006 Fördermittel in Höhe von 3,23 Millionen Euro in das Projekt.

Die Rheinpfalz vom 7. Juli 2012

Wohnsiedler bleibt SPD-Chef

EISENBERG: Vorstandswahlen beim Gemeindeverband - Otto Rommel für Verdienste geehrt

Reinhard Wohnsiedler führt auch weiterhin den SPD-Gemeindeverband Eisenberg. Bei der Mitgliederversammlung in der Gaststätte des AGTSV in Ramsen bestätigten die SPD-Delegierten aus den Ortsvereinen Eisenberg, Kerzenheim und Ramsen den bisherigen Vorsitzenden erneut im Amt. Zu Wohnsiedlers Stellvertreterinnen wurden Christel Pätzold (Ramsen) und Gisela Mähnert (Kerzenheim) gewählt.

In seinem Bericht zog Wohnsiedler eine positive Zwischenbilanz für die Koalition von SPD und FWG auf der VG-Ebene. Die Zusammenarbeit funktioniere, aber bei einem erneuten Wahlkampf würden beide Parteien wieder unterschiedliche Positionen beziehen, so Wohnsiedler, der ausschloss, dass eine Koalition mit der CDU in der VG funktionieren würde. Wohnsiedler sprach sich für die Bildung einer Anstalt des öffentlichen Rechts aus, in welche die E-Werke Eisenberg und Ramsen eingehen sollen. „Ein Verkauf ist für uns keine Alternative”, betonte er und bezog damit eine gegensätzlich Position zu jener des SPD-Ortsvereins Ramsen (wir berichteten). Dennoch laufe die Zusammenarbeit auf Parteiebene sehr gut, hob der Vorsitzende hervor, der die SPD mit drei starken Ortsvereinen in der Verbandsgemeinde gut aufgestellt sieht.

Wohnsiedler konnte nach seinem Bericht einen verdienten SPD-Veteranen ehren: Otto Rommel, der seit 45 Jahren der SPD angehört, 27 Jahre im Gemeindeverband die Kasse führte, 24 Jahre dem Verbandsgemeinderat und 34 Jahre dem Werksausschuss angehört, außerdem auch mehrere Funktionen im SPD Ortsverein Eisenberg ausübte, bekam für sein umfangreiches Engagement den Ehrenbrief der SPD.

Über die schwierige finanzielle Lage der Kommunen in der VG berichtete Bürgermeister Bernd Frey. Die Stadt Eisenberg hat 15 Millionen Euro Kassenkredite, Ramsen 1,1, Kerzenheim 2,2 und die VG weitere 6,8 Millionen. „Bei der derzeitigen Verzinsung von einem Prozent ist das erträglich, aber überlegen Sie einmal, was ein Zinsanstieg auf drei Prozent für uns bedeuten würde”, so Frey. Schon heute müsse allein Eisenberg 162.600 Euro Zinsen jedes Jahr berappen.

Weiter berichtete Frey über die positiven Auswirkungen der Einrichtung eines Schulträgerausschusses für die drei Grundschulen der VG. „Wir müssen uns heute immer größeren Problemen stellen, wir haben Kinder, die nicht mehr beschulbar sind”, so Frey, deshalb sei es von großer Bedeutung Probleme im Ausschuss zu beraten. Außerdem habe die Verbandsgemeinde eine Schulsozialarbeiterin eingestellt, die bei Problemkindern eingreifen soll.

Frey sprach auch das Defizit im Waldschwimmbad an, das jährlich immerhin 500.000 Euro betrage. Durch die Anhebung der Eintrittspreise und die Veränderung der Öffnungszeiten werde versucht, das Defizit zu verringern. „Wir werden die Entwicklung hier im Auge behalten und weiterhin ständig die Kosten überprüfen”, so Frey.

Fraktionssprecher Alfred Wöllner ging auf den Bau eines Rasenplatzes in Eisenleistung durch den Sportverein TuS 05 in Ramsen ein. Zwar sei die Initiative grundsätzlich zu begrüßen, doch müsse es weiterhin das Ziel der Verbandsgemeinde sein, in allen Orten gleiche Voraussetzungen für den Sportbetrieb zu schaffen, nachdem Kerzenheim jetzt eine neuen Platz erhalten habe, sollte es Ziel der VG sein, auch Ramsen mit einem Kunstrasen dauerhaft eine Lösung anzubieten, forderte Wöllner. (jös)

Vorstand

Vorsitzender Reinhard Wohnsiedler, Stellvertreterinnen: Gisela Mähnert, Christel Pätzold; Kassenführung: Hans-Werner Dech, Schriftführer: Christopher Krill, Beisitzer: Sascha Heidenreich, Dieter Hild, Helmut Linke, Helmut Pätzold, Lothar Sukale, Karl-Ludwig Wageck, Klaus Wohnsiedler; Kassenprüfer: Jörg Heide und Bernhard Heise.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.156
Datum: Samstag, den 07. Juli 2012
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '9162873'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

Die Rheinpfalz vom 27. Juni 2012

Rund 40 Jahre politisch engagiert

nachruf: Norbert Diehl verstorben - In Fischerverein und „Rentnerband” aktiv

EISENBERG. Mit 68 Jahren verstarb am vergangenen Samstag der Eisenberger Kommunalpolitiker Norbert Diehl.

Sein politisches Engagement begann 1973 mit seinem Eintritt in die SPD, für die er seit 1979 im Stadtrat saß. Der SPD-Fraktion im Stadtrat stand Diehl von 1994 bis 2004 vor. Zwischen 1999 und 2004 gehörte er außerdem dem Verbandsgemeinderat Eisenberg an, in dem er dann ab 2009 wieder vertreten war.

Für 20 Jahre Mitgliedschaft im Stadtrat wurde Norbert Diehl im Jahr 2000 mit dem Ehrenring der Stadt Eisenberg ausgezeichnet. Jahrelang war der Sozialdemokrat auch im SPD-Ortsverein im Vorstand aktiv, dabei eine zeitlang als stellvertretender Vorsitzender.

Im Anschluss an seine Schulzeit absolvierte der Verstorbene eine Ausbildung als Bankkaufmann bei der damaligen Sparkasse Kirchheimbolanden. Danach arbeitete er vier Jahre in der Zweigstelle Eisenberg und wechselte als Kreditsachbearbeiter nach Kirchheimbolanden. Dort übernahm er die Leitung der Kreditabteilung, bevor er als Filialleiter nach Eisenberg zurückkehrte.

Zu Beginn des Jahres 2005 ging Norbert Diehl nach 46 Dienstjahren bei der Sparkasse in den Ruhestand. Neben seinem Beruf und dem ehrenamtlichen Engagement in der Kommunalpolitik fand er noch Zeit, jahrelang den Posten des Ersten Vorsitzenden im Fischerverein „Forelle” auszufüllen. Darüber hinaus wirkte Diehl in der „Rentnerband” mit. (hsc)

INFO

Die Beerdigung findet morgen, Donnerstag, um 14 Uhr, auf dem Eisenberger Friedhof statt. Anschließend ist die Trauerfeier in der protestantischen Kirche.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.147
Datum: Mittwoch, den 27. Juni 2012
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '9132763'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

Die Rheinpfalz vom 02. Juni 2012

Erstmals zwei Frauen als Stellvertreter

EISENBERG: Reinhard Wohnsiedler bleibt Vorsitzender des SPD-Ortsvereins - Sparkonzept für Stadt gefordert

Reinhard Wohnsiedler steht für weitere zwei Jahre an der Spitze des Eisenberger SPD-Ortsvereins. Als Stellvertreter wählte die Jahreshauptversammlung im Gründungslokal „Zum Engel” mit Sissy Lattauer und Jacqueline Rauschkolb erstmals in der Geschichte des Ortsvereins zwei Frauen. Dem Ortsverein gehören aktuell 142 Mitglieder an, das sind zwölf Genossen weniger als zu Beginn des Berichtszeitraums im Jahr 2009.

Die Mehrheit mit 65 Prozent bilden 93 Männer, der weibliche Anteil liegt bei 35 Prozent (49 Mitglieder). Bei der Altersstruktur stehen 72 Mitglieder im Alter von 35 bis 64 Jahren an der Spitze, gefolgt von 62 Mitgliedern, die 65 Jahre und älter sind. Die unter 35-Jährigen sind mit acht Mitgliedern vertreten, teilte Reinhard Wohnsiedler in seinem Rechenschaftsbericht mit. An Aktionen nannte er unter anderem die Teilnahme an dem breiten Bündnis unter dem Motto „Eisenberg ist bunt” gegen Aktivitäten der NPD. Die Wahl Bernd Freys im vergangenen Jahr zum VG-Bürgermeister sei neben der Feier zum 110-jährigen Bestehen des Ortsvereins zu Beginn dieses Jahres ein Höhepunkt gewesen.

In seinen Informationen zur Kommunalpolitik ging Bürgermeister Bernd Frey auch auf die geänderten Öffnungszeiten im Waldschwimmbad ein. Das jährliche Defizit in Höhe von 500.000 Euro, das durch den Schwimmbadbetrieb entsteht, habe dringende Änderungen erfordert. Die Preiserhöhungen seien „drastisch”, gestand Frey ein, als Alternative zu diesen Maßnahmen hätte die Schließung des Waldschwimmbades überdacht werden müssen. Durch die der Witterung angepassten neuen Öffnungszeiten und die Preiserhöhung erwartet Frey pro Jahr rund 100.000 Euro an Einsparungen. Trotzdem werde weiter in die Attraktivität des Bades investiert. So sei vor kurzem eine Treppe für Behinderte im großen Becken installiert worden.

In den Grundschulen in Trägerschaft der Verbandsgemeinde wird die technische Ausrüstung nach und nach erweitert. Außerdem könne durch rund 75.000 Euro Mittelzuweisungen an der Grundschule Eisenberg eine dringend benötigte Schulsozialarbeiterin zunächst befristet bis zum Jahresende 2013 eingestellt werden, die sich vorwiegend um Kinder kümmert, die zunehmend „nicht beschulbar sind”, so Frey.

Im Zuge der anstehenden Kommunalreform hätte Frey „unheimlich gern” mit der VG Hettenleidelheim fusioniert. Die Kreisgrenze sei aber nicht zu überwinden. Trotzdem verspricht sich Frey durch die geplante Kooperation im Bereich der Elektrizitätswerke über die Grenze hinweg wichtige Synergieeffekte.

Von der Arbeit der SPD-Fraktion im Stadtrat berichtete deren Vorsitzender Manfred Rauschkolb. Als Opposition müsse seine Fraktion manchmal als „Bremser und Sparer” im Stadtrat auftreten. Im Rahmen des Entschuldungsfonds müssten jährlich 165.000 Euro eingespart werden, stellte Rauschkolb fest. Dies sei nur möglich, wenn Gebühren erhöht und Leistungen gesenkt würden. Trotz allem müsste dies alles sozialverträglich sein. Er forderte die Stadtspitze auf, endlich ein Sparkonzept vorzulegen. Die anstehende Neugestaltung des Marktplatzes sei ursprünglich „ein Kind der SPD” gewesen, die in der Vergangenheit erste Pläne dazu vorgelegt habe.

Der Vorstand

Vorsitzender Reinhard Wohnsiedler; Stellvertreterinnen Sissy Lattauer und Jacqueline Rauschkolb; Kassierer Manfred Rauschkolb; Schriftführerin Anette Wahl; Beisitzer: Bernhard Heise, Ender Önder; Klaus Wohnsiedler; Hans-Jürgen Günther, Hildegard Ehleiter, Wolfgang Schwalb, Norbert Diehl, Markus Krauß; Revisoren Hans-Jürgen Furchtmann und Hans-Werner Dech. (hsc)

wörtlich

„Das ist ja schlimmer als bei der Verwaltung” - augenzwinkernder Kommentar des als Wahlleiter fungierenden VG-Bürgermeisters Bernd Frey zu den Problemen mit dem Computer während der umfangreichen Wahlhandlungen. (hsc)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.127
Datum: Samstag, den 02. Juni 2012
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '9050519'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

Wolfgang Schwalb und Frank-Walter Steinmeier

Wolfgang Schwalb schreibt, das Bild "... entstand in Berlin beim ZDF, während wir auf den Einlass zur Sendung "Berlin Mitte" mit Maybrit Illner warteten. Ich war mit den Abschlussklassen der RSE (jetzt IGS/Realschule + Eisenberg) als Aufsichtspersonen unterwegs, bei dem uns Gustav Herzog auch einen Besuch im Abgeordnetenhaus ermöglichte ebenso die Teilnahme an einer Bundestagsdebatte im Reichtagsgebäude und den Besuch der Kuppel auf dem Reichstag."

 

SPD Gemeindeverband informierte sich bei der Firma BAKO in Eisenberg

BAKO ist aufgrund ihrer Produktpalette in der Region nicht so bekannt, da die Hauptabnehmer der Produkte zur Rüstungsindustrie gehören. Die Firma ist bestrebt mit neuen Produkten mehr zivile Abnehmer zu gewinnen und sich damit breiter aufzustellen.

Die Firma BAKO stellt mobile Führungs- und Informationssysteme her. Diese Anlagen müssen für extremste Beanspruchungen gebaut werden, wie sie bei Einsätzen im Katastrophenschutz, bei Hilfsorganisationen oder beim Militär in der Wüste oder in
der Arktis anzutreffen sind. Um einen sicheren Betrieb der eingebauten EDV zu gewährleisten werden alle Anlagen mit Klimageräten ausgestattet. Die verwendeten Traggehäuse schützen die Elektronik während des Transports effektiv vor Umwelteinflüssen wie Staub, Wasser, Schock und Vibration.,

Im Jahr 2008 schaffte sich das Unternehmen mit der Entwicklung von Systemverpackungen ein zweites Standbein. Hier soll hauptsächlich der zivile Markt angesprochen werden. Diese Verpackungssysteme bestehen aus Alu-Koffern mit Schaumstoffeinsätzen, die individuell gestanzt oder geschnitten werden. So werden Verpackungen für Werkzeug, Drucker und Messinstrumente hergestellt. Unter anderem wird auch die deutsche Antarktis-Forschungsstation Georg-von-Neumayer beliefert.

Zusammen mit der Firma Astrium in München entwickelte BAKO eine mobile
Landeanflugunterstützung für Helikopter. Diese wird auf Bohrinseln oder Schiffen installiert und kann so eine sichere Landung von Helikoptern auf sich bewegenden Untergründen gewährleisten.

Um das Angebot abzurunden bietet BAKO Safe Case Spezialkoffer an, deren Inhalt auf spezifische Feuerwehr-Einsatzzwecke ausgerichtet ist. Bei der Zusammenstellung wurde eng mit den Verantwortlichen aus dem Bereich Feuerbekämpfung, Sicherheit und Hilfswerke zusammengearbeitet, so dass eine hundertprozentige Zweckmäßigkeit der im Koffer enthaltenen Werkzeuge im jeweiligen Einsatz gegeben ist.

Neu im Angebot sind Verpackungslösungen für die Autoindustrie.,

Bei diesem Betriebsbesuch bekamen die Teilnehmer eine Vorstellung davon, wie sich ein Unternehmen mit innovativen Ideen immer weiter entwickelt und so eine Bereicherung in der Gewerbe- und Industrielandschaft unserer Region ist.

Reinhard Wohnsiedler, der Vorsitzende des SPD-Gemeindeverbandes Eisenberg, bedankte sich bei Herrn Koch herzlich für die interessante Besichtigung und Information über die BAKO Systemintegration GmbH & Co. KG.

Die Rheinpfalz vom 03. Mai 2012

Demonstration der Einigkeit

Eine beeindruckende Demonstration der Einigkeit zeigten 350 von 370 Beschäftigten der Früh-und Mittagschicht bei Gienanth und die Abordnungen von Borg Warner in Kirchheimbolanden und der Eisenberger Firma Oerlikon gestern beim Warnstreik auf dem Gienanth-Betriebsgelände. Günter Hoetzl, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal, informierte die Teilnehmer über die bisherigen Tarifverhandlungen, bevor Michael Zimmermann von Borg Warner in Kirchheimbolanden - hier hatte am Morgen ein Warnstreik stattgefunden- solidarische Grüße seiner Kollegen übermittelte. Sigrid Maurer, Politische Sekretärin bei der IG Metall, stellte einen Vergleich zwischen der Gehälterentwicklung von Managern und Arbeitern in den vergangenen Jahren an und kam dabei zu dem eindeutigen Schluss, dass die Arbeiter deutlich auf der Verliererseite sind. Matthias Franz, Politischer Sekretär der Gewerkschaft, kritisierte die Praxis, Lehrlinge - wenn überhaupt - nur in befristete Verhältnisse zu übernehmen, was deren Lebensplanung deutlich verschlechtere. IG-Metall-Projektsekretärin Birgit Mohme forderte, den Missbrauch der Leiharbeit zu stoppen und diese auch vernünftig zu bezahlen. Betriebsratsvorsitzender Bernhard Heise war stolz auf die Teilnahme eines so großen Teils der Belegschaft am Warnstreik und betonte, er werde die Forderungen der Geschäftsleitung vortragen. Am Donnerstag sind Aktionen in Ludwigshafen und Frankenthal, am Freitag unter anderem in Speyer vorgesehen. (ps/Foto: Studenski)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.103
Datum: Donnerstag, den 03. Mai 2012
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '8943126'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

Die Rheinpfalz vom 02. Mai 2012


Steinruck appeliert pro Europa

EISENBERG: Maikundgebung an der Fischerhütte in der Erdekaut

„Gute Arbeit für Europa”, unter diesem Motto stand gestern die gut besuchte Maiveranstaltung an der Eisenberger Fischerhütte, zu der die DGB-Ortsverbände Eisenberg und Leiningerland eingeladen hatten. Passend zum Motto konnten die Veranstalter als Festrednerin Jutta Steinruck aus Ludwigshafen gewinnen, die als Abgeordnete im Europäischen Parlament unter anderem die europäische Wirtschaft thematisierte.

Nicht Europa stelle ein Problem dar, sondern die Regierungen, die nicht an passende Lösungen gehen, so Steinruck in ihrem engagierten Appell für Europa. Massiv kritisierte sie die Bundesregierung, die in Deutschland „anders redet als auf europäischer Ebene hinter verschlossenen Türen in Brüssel”. Der Markt werde als das Maß aller Dinge in den Mittelpunkt des Handelns gestellt und die Finanzkrise darüber hinaus benutzt, um Tarifverträge auszuhebeln, Löhne zu drücken und Renten zu kürzen. Dies alles seien Merkmale dafür, dass Deutschland im „Sozialdumping Europameister” sei. Außer in Malta und in Deutschland gebe es im übrigen Europa überall gesetzlich verankerte Mindestlöhne. Steinruck wandte sich gegen die zunehmende Leiharbeit, die nicht zur Regel werden dürfe. Ungerecht und unwürdig sei überdies, wenn Menschen, die ihre ganze Arbeitskraft einsetzen, nicht davon leben können. Deshalb forderte sie Mindestlöhne und die Übernahme von Leiharbeitern in feste Arbeitsverhältnisse: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort.” Nur wenn die Menschen mehr Geld in der Tasche haben, ist Konsum möglich, der wiederum Arbeitsplätze sichere, sagte Steinruck.

Die Banken und Finanzmarktakteure müssten als Krisenverursacher finanziell in die Pflicht genommen werden und ihren Beitrag leisten, statt die gesamte Last auf die Bürger abzuwälzen. Die bisherigen Abschlüsse der aktuellen Tarifrunde zeigten schon wieder ein „negatives Lohnwachstum”. Heftig kritisierte die Rednerin die nicht mehr nachzuvollziehenden Einkommen von Konzernvorständen und erinnerte daran, dass dieses Geld von den Menschen erarbeitet werde.

Gegen Missbrauch von Leiharbeit sprach sich auch Ministerin Margit Conrad aus. Der Wert der Arbeit und der Wert des arbeitenden Menschen müsse immer gesehen werden. Über die im Landesvergleich überdurchschnittliche Steigerung bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen und „nur” 5,2 Prozent Arbeitslosigkeit im Donnersbergkreis freute sich Landrat Windfried Werner.

Aus der lokalen Praxis berichtete der DGB-Ortsverbandsvorsitzende Bernhard Heise, der außerdem auch Vorsitzender des Gienanth-Betriebsrates ist. Die Firma stehe „schon gut da”, so Heise, trotzdem sei bei den Leiharbeitern gleiche Bezahlung noch nicht erreicht. Er forderte neben den 6,5 Prozent Lohnerhöhung die Übernahme der Leiharbeiter, lobte andererseits Gienanth für die Übernahme aller Auszubildenden in ein Arbeitsverhältnis und der „sehr guten Löhne”.

Der Kundgebung ging ein ökumenischer Gottesdienst voraus, der vom Protestantischen Posaunenchor umrahmt wurde. Für die weitere musikalische Unterhaltung sorgte der Eisenberger Spielmannszug. (hsc)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.102
Datum: Mittwoch, den 02. Mai 2012
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '8940142'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

Die Rheinpfalz vom 03. April 2012

Stolz auf die Geschichte

EISENBERG: SPD feiert 110 Jahre Ortsverein am Ort seiner Gründung

Ihr 110-jähriges Bestehen feierte am Sonntag die Eisenberger SPD im Gasthaus „Zum Engel”, wo 25 Männer am 1. April 1902 den Eisenberger Ortsverein gründeten. Neben dem Generalsekretär der rheinland-pfälzischen SPD, Alexander Schweitzer, begrüßte Ortsvereinsvorsitzender Reinhard Wohnsiedler Vertreter der Kommunalpolitik und besonders den SPD-Vorsitzenden aus der Partnerstadt Eisenberg/Thüringen, Andreas Hipp, und das älteste Mitglied des Ortsvereins, Max Allmang.

Als die erfolgreichste politische Bewegung der letzten 150 Jahre in Deutschland und Europa bezeichnete Alexander Schweitzer die sozialdemokratische Bewegung, die aktuell „das letzte Bollwerk gegen Sozialabbau” sei. Das Zerstörerische des Kapitalismus habe sich im Verlauf eines Jahrhunderts zwar geändert, werde aber von der SPD weiterhin gebändigt. Im weiteren Verlauf seiner Festrede blickte Schweitzer auf die erkämpften Errungenschaften der sozialdemokratischen Partei zurück. Anknüpfend an die Jakobinerclubs in der Französischen Revolution und der ersten bürgerlich-demokratischen Republik auf deutschem Boden, die 1793 ein knappes halbes Jahr in Mainz bestand, schlug Schweitzer den Bogen über die gescheiterte 1848er Revolution zum Kaiserreich, die Weimarer Republik bis in die Nachkriegsgeschichte. Dabei habe die SPD in ihrer Entwicklung von der reinen Arbeiterpartei zur Volkspartei trotz mehrerer Verfolgungen und Unterdrückung stets nach Verantwortung gesucht und diese auch übernommen. Unter anderem nannte Schweitzer die Ostpolitik der sozial-liberalen Bundesregierung unter Willy Brandt in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Vorbereitung für die spätere deutsche Einheit.

Zuvor lud Paul Schmitz zu einer Zeitreise in das Gründungsjahr 1902 ein. Seinen kurzweiligen historisch fundierten Vortrag über die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Zeit unterlegte der ehemalige Geschichtslehrer mit Bildmaterial. Nach den Grußworten von Landrat Winfried Werner, dem Kerzenheimer Ortsvereinsvorsitzenden Hartwig Wolf und Alexander Hipp, der als Gastgeschenk Thüringer Rostbratwürste in der Kühltruhe des Ortsvereinsvorsitzenden deponiert hatte, nahmen Schweitzer und Wohnsiedler die Ehrungen verdienter Mitglieder vor.

Mit der Verdienstmedaille der Landes-SPD wurde Walter Brauer, der von 1996 bis 2010 VG-Bürgermeister war, ausgezeichnet. Für seine Verdienste in Partei und an führender Stelle der VG erhielt Dieter Holzheimer den Ehrenbrief der SPD und der ehemalige Ortsvereinsvorsitzende und Kommunalpolitiker Edmund Oestreicher, dessen Verdienste bereits mit der Willy-Brandt-Medaille gewürdigt wurden, wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Als besonderen Dank an den Ortsvereinsvorsitzenden Reinhard Wohnsiedler verlas Schweitzer einen persönlichen Brief des Landesvorsitzendes Kurt Beck. Die musikalische Umrahmung der Feierstunde besorgte Ute Rauschkolb. (hsc)
Die Geehrten

Walter Brauer (Verdienstmedaille der SPD-Rheinland-Pfalz), Dieter Holzheimer (Ehrenbrief), Werner Pfirrmann (55 Jahre Mitgliedschaft), Edmund Oestreicher (50 Jahre), Joachim Schulle, Klaus-Peter Weiß (beide 35 Jahre), Evelyn Rennebeck, Otmar Sunke (beide 30 Jahre), Gisela Forster-Schmitz (25 Jahre).


Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.80
Datum: Dienstag, den 03. April 2012
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '8833141'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

Margit Conrad MdL: Änderung des Erneuerbare-Energie-Gesetzes: Kürzungen kosten Jobs

„Die Bundesregierung gefährdet mit ihren Plänen, die Photovoltaikförderung erneut drastisch zu kürzen, tausende Jobs, viele auch im Donnersbergkreis. Hier zeigen Union und mehr noch die FDP ihre Abneigung gegen die Erneuerbaren Energien und insbesondere die Sonnenenergie – entgegen aller Beteuerungen“, so die Landtagsabgeordnete und Staatsministerin Margit Conrad. „Die Landesregierung wird über den Bundesrat versuchen diese Pläne zu stoppen. Dazu brauchen wir auch unionsregierte Bundesländer! Hier wird sich zeigen, ob die vollmundigen Ankündigungen einiger Unionspolitiker tatsächlich belastbar sind.“

Jedes Jahr sinkt der Fördersatz für Photovoltaikanlagen um aktuell 9%, um dem technischen Fortschritt und den effizienteren Produktionsverfahren gerecht zu werden. Die Fördersätze und deren Degression werden alle vier Jahre evaluiert und nach Konsultation der betroffenen Verbände und Vertretern der Industrie und der Verbraucher neu festgelegt.
Daneben wurde 2009 mit der gleitenden Degression – dem umgangssprachlichen „atmenden Deckel“ – eine zusätzliche Absenkung der Fördersätze für Photovoltaik eingeführt, die umso höher ist je größer der Zubau ist. So ist die Vergütung für Solarstrom in zwei Jahren um über 30% zurückgegangen.

 

Die Rheinpfalz vom 16. Februar 2012

Mehr Geld für Schulen

EISENBERG: Verbandsgemeinderat beschließt Nachtragshaushalt - Einsparungen beim Ordnungsamt - Höhere Miete für Rathaus

Einsparungen - etwa beim Ordnungsamt - und zusätzliche Einnahmen auf der einen Seite, niedrigere Einnahmen und höhere Ausgaben - etwa für die Grundschulen - auf der anderen: Insgesamt steigt im Nachtragshaushalt der Verbandsgemeinde Eisenberg, den der VG-Rat am Dienstagabend beschlossen hat, der Fehlbetrag für das Haushaltsjahr 2012 im Ergebnishaushalt um knapp 42.000 Euro.

Im Doppelhaushalt für die Jahre 2011/2012, der Ende 2010 beschlossen wurde, standen Erträgen von rund 6,5 Millionen Euro Ausgaben von knapp 7,65 Millionen Euro gegenüber. Bei der neuen Berechnung hat sich der Fehlbetrag nun leicht erhöht: auf rund 1,186 Millionen Euro.

Knapp 26.000 Euro im Jahr spart die Verbandsgemeinde durch die Streichung einer befristeten Stelle im Ordnungsamt, womit sie die Bedingungen für die Teilnahme am Kommunalen Entschuldungsfonds erfüllt (siehe VG-Rat in Kürze). Aus dem Haushalt gestrichen wurden außerdem die vorgesehenen Mittel in Höhe von 30.000 Euro für eine Leistungsschau der VG, die nun doch nicht stattfindet (wir berichteten). Mit zusätzliche Einnahmen in Höhe von rund 17.000 Euro rechnet die VG durch eine Änderung bei der Erhebung der Vergnügungssteuer (siehe VG-Rat in Kürze). Um knapp 215.000 Euro erhöht sich die Schlüsselzuweisung durch das Land.

Auf der anderen Seite haben einige zusätzliche Ausgaben den Weg in den Haushalt gefunden: In der Grundschule Kerzenheim sollen in den Sommerferien die Parkettböden in allen Schulräumen überarbeitet und versiegelt werden, was gut 25.000 Euro kostet. Außerdem werden für die Grundschulen Kerzenheim und Ramsen Feuerwehralarm- und Einsatzpläne für insgesamt knapp 7000 Euro angefertigt. Innerhalb der nächsten fünf Jahre muss in Ramsen die Verrohrung des Rehbachs komplett ausgetauscht werden. Um mit den Arbeiten beginnen zu können, sind 5000 Euro eingestellt. Weitere zusätzliche Ausgaben kommen auf die VG in Form von höheren Zinsaufwendungen in Höhe von 81.000 Euro zu. Um 112.000 Euro niedriger als ursprünglich vorgesehen ist die Verbandsgemeindeumlage aufgrund gesunkener Steuerkraft. Um rund 91.000 höher fällt hingegen die Kreisumlage aus.

Im Finanzhaushalt sind zusätzlich 20.000 Euro für Investitionen in Geschäftsausstattung und 8000 Euro für eventuelle Umbauten in der Grundschule Ramsen aufgeführt. 20.000 Euro fallen weg, die für den zweiten Rettungsweg in der Grundschule Kerzenheim eingeplant waren. Dieser wurde bereits 2011 gebaut. Der Kreditbedarf erhöht sich damit um 8000 Euro auf knapp 225.000. Im Finanzhaushalt steigt der Fehlbetrag von knapp 860.000 auf 901.000 Euro. (zin) vg-rat in kürze

verbandsgemeinderat Eisenberg in kürze

Gute Zusammenarbeit
mit der Polizei

Über die Umsetzung der Gefahrenabwehrverordnung der VG in den vergangenen drei Jahren berichtete der Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste, Gerhard Scheifling: Probleme, mit denen die Mitarbeiter des Ordnungsamts konfrontiert wurden, betrafen zum einen Hunde, weil diese beispielsweise nicht angeleint waren. „Viele Beschwerden” gab es laut Scheifling vor allem im Jahr 2011. Hier wurden über 20 Fälle registriert. Für Verwarnungen oder Bußgelder mussten Hundehalter insgesamt 480 Euro berappen. Lärmbelästigungen, vor allem nachts, sind ein weiterer Schwerpunkt. Hier sank die Zahl der registrierten Fälle von 43 (830 Euro) im Jahr 2009 auf 23 (600 Euro) im vergangenen Jahr. Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz würden vor allem von Schulen gemeldet. Hier gab es 2011 15 Fälle (355 Euro) im Vergleich zu neun in den beiden Vorjahren. „Ganz gut” laufe die Zusammenarbeit mit der Polizei im neuen gemeinsamen Quartier am Marktplatz. Es gebe regelmäßige Teambesprechungen. Bislang hätten 34 gemeinsame Streifen, 28 gemeinsame Kontrollen und acht weitere Einsätze stattgefunden. Zusammengearbeitet werde zum Beispiel bei Hausdurchsuchungen, Alkoholkontrollen von Jugendlichen und Präventionsveranstaltungen.

Schulträgerausschuss
wird gebildet

Der Verbandsgemeinderat hat die Hauptsatzung dahingehend geändert, dass ein neuer Ausschuss - der Schulträgerausschuss - gebildet wird. Dies hatte Bürgermeister Frey angeregt. Er wird mit 13 Personen besetzt: die Leiter der drei Grundschulen, die drei Vorsitzenden der Elternbeiräte und sieben Ratsmitglieder. Frey begründete die Einrichtung des Ausschusses auf die Frage einer Bürgerin unter anderem damit, dass dadurch die Kooperation der Grundschulen in der Verbandsgemeinde erleichtert werden könne.

Vergnügungssteuer
wird anders berechnet

Neu beschlossen hat der Verbandsgemeinderat die Satzung über die Erhebung von Vergnügungssteuer. Erst vor einem Jahr hatte der Rat eine Satzung beschlossen, bei der die Steuer nach dem Einspielergebnis von Spielautomaten in Stufen gestaffelt war. Nach der neuen Satzung werden fest zehn Prozent des Einspielergebnisses als Steuer fällig, bei einem Mindestsatz von 120 Euro je Gerät in Spielhallen, Internetcafés und ähnlichen Unternehmen und 30 Euro an anderen Orten. Für das Jahr 2012 kalkuliert die VG nach der neuen Satzung mit Einnahmen von 67.000 Euro (gegenüber knapp 36.000 Euro 2011). Die zwischenzeitliche Satzungsänderung war aufgrund einer Rechtsunsicherheit im Kommunalabgabengesetz nötig geworden.

Teilnahme am Kommunalen
Entschuldungsfonds

Einstimmig hat der Verbandsgemeinderat nun auch den Vertrag über die Teilnahme am Kommunalen Entschuldungsfonds des Landes beschlossen. Wie berichtet, hat die Verbandsgemeinde eine befristete Stelle im Bereich der Überwachung des Ruhenden Verkehrs nicht verlängert. Die Verbandsgemeinde spart dadurch jährlich 25.800 Euro ein. Um über einen Zeitraum von 15 Jahren einen Teil ihrer Kassenkredite abzubauen, muss die VG in den Fonds einen Beitrag von jährlich mindestens 11.046 Euro einzahlen.

Tischlerarbeiten an
Eisenberger Grundschule

Der Verbandsgemeinderat beschloss, den Auftrag für Tischlerarbeiten an der Eisenberger Pestalozzi-Grundschule in Höhe von rund 11.600 Euro an eine Eisenberger Firma zu vergeben. In der Schule wird das Kellergeschoss für den Ganztagsbetrieb umgebaut. (zin)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.40
Datum: Donnerstag, den 16. Februar 2012
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '8674380'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

Die Rheinpfalz vom 01. Februar 2012

„Rat entscheidet über E-Werk-Zukunft”

INTERVIEW: Verbandsbürgermeister Bernd Frey zur geplanten Kooperation von vier E-Werken - Zukunft des Ramser Werks ungewiss

EISENBERG. Im September 2011 haben die E-Werke Eisenberg, Ramsen, Hettenleidelheim und Wattenheim eine Vereinbarung abgeschlossen, gemeinsam die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Werke zu prüfen. Joerg Schifferstein hat beim Eisenberger Verbandsbürgermeister Bernd Frey nach dem derzeitigen Sachstand gefragt.

Hintergrund war, dass eine Zusammenarbeit oder sogar die Zusammenführung der vier Werke angestrebt werden sollte. Bei der Unterzeichnung der Vereinbarung kündigte Bernd Frey, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Eisenberg, an, dass im Dezember 2012 die Ergebnisse der Untersuchung in einer gemeinsamen Sitzung der Gemeinderäte in Hettenleidelheim in der Festhalle präsentiert werden, anschließend sollte die Öffentlichkeit informiert werden. Die Sitzung fand noch nicht statt, die Ortsbürgermeister in Ramsen und Wattenheim haben in ihren Neujahrsreden allerdings angekündigt, dass es Veränderung in den jeweiligen gemeindeeigenen Werken geben muss.

Herr Frey, warum fand die ankündigte gemeinsame Sitzung bislang nicht statt?

Aus Hettenleidelheim und Wattenheim wurde bereits im November der Wunsch geäußert, die Vorstellung der Ergebnisse der Untersuchung durch die Berater von Rödl und Partner aus Nürnberg in getrennten Sitzungen zu präsentieren. Diesem Wunsch haben wir entsprochen. Gemeinsame Sitzungen gab es noch nicht, nur für das E-Werk Ramsen und Eisenberg fand eine Sitzung des Werksausschusses der VG Eisenberg und des Gemeinderates Ramsen statt. Den Bürgermeistern wurde das gemeinsame Ergebnis der Untersuchung bereits mitgeteilt.

In seiner Rede hat Wolfgang Steitz aus Ramsen beim Neujahrsempfang angekündigt, dass es das E-Werk in seiner bisherigen Form in der Zukunft nicht mehr geben wird. Was bedeutet das?

Der Gemeinderat Ramsen muss in einer Sitzung am 15. Februar entscheiden, wie es mit dem E-Werk Ramsen weiter gehen wird. Dabei spielt eine Rolle, dass die Pfalzwerke die Konzessionen für den Ripperterhof, Clauserhof, Kleehof und Eiswoog nicht mehr haben möchten. Gleichzeitig haben sich die Pfalzwerke auf die Konzession in Ramsen beworben, was bedeutet, dass quasi das Werk von den Pfalzwerken gekauft und die Gemeinde nur noch eine Konzessionsabgabe bekommen würde. Bislang zahlt diese Abgabe das E-Werk Ramsen an den Haushalt der Gemeinde. Gleichzeitig hat auch das E-Werk der Verbandsgemeinde Eisenberg großes Interesse daran, das E-Werk Ramsen zu übernehmen. Bisher war in Ramsen höchste Prämisse, das E-Werk zu erhalten, dafür wurde in der Vergangenheit alles Erdenkliche getan. Falls es neue Überlegungen im Gemeinderat Ramsen gibt, muss neu verhandelt werden.

Was bedeutet das für die Verbraucher in Ramsen?

Im Prinzip derzeit nichts. Der Verbraucher merkt nicht, woher der Strom kommt, nur an der Rechnung kann er es ablesen. Bei einer Übernahme durch das E-Werk der VG gäbe es kaum Auswirkungen. Würden die Pfalzwerke das Ramser E-Werk bekommen, dann wären zukünftig dort Ansprechpartner bei Zählerwechsel und Stromabrechnung zu suchen. Das ist heute bereits in Kerzenheim so, wo die Pfalzwerke schon seit Jahrzehnten der Stromlieferant sind.

Und wie geht es mit Hettenleidelheim und Wattenheim weiter?

Wir suchen in naher Zukunft das Gespräch, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen. Hier ist alles offen, erst die Gespräche werden Möglichkeiten aufzeigen. Unser Anliegen ist nicht die Fusion mit allen vier Werken, sondern die Schaffung eines einheitlichen Strompreises und die Vereinfachung in der Verwaltung der Werke. (Archivfoto: Schifferstein)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.27
Datum: Mittwoch, den 01. Februar 2012
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '8616910'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

Die Rheinpfalz vom 30. Januar und 01. Februar 2012

Ein Macher und Visionär

NAchruf: Alt-Bürgermeister Otto Frambach ist im Alter von 72 Jahren gestorben

RAMSEN. Am Freitagabend verstarb Ramsens Altbürgermeister Otto Frambach im Alter von nur 72 Jahren. Von 1999 bis 2009 bekleidete der Visionär und Macher das Amt des Ortsbürgermeisters, brachte in dieser Zeit viele Projekte auf den Weg und sorgte für eine nachhaltige Entwicklung seiner Heimatgemeinde. Auch im Vereinsleben hat Frambach über Jahrzehnte viel geleistet, zuletzt vor allem als Erster Vorsitzender des AGTSV Ramsen.

Otto Frambach wurde am 3. Juli 1939 in Kirchheimbolanden geboren und kam durch seine Ehefrau nach Ramsen. Beruflich war er als Verwaltungs-Amtsrat bei der AOK tätig. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand begann er, sich politisch zu engagieren, schaffte es 1999 aus dem Stand, das Amt des Ortsbürgermeisters zu erringen. In Frambachs Amtszeit wurde im Jahr 2000 mit der Realisierung des Baugebietes Heugraben begonnen, das bereits mehr als 15 Jahre vorher erstmals geplant worden war.

Überhaupt lag ihm die nachhaltige Entwicklung Ramsens sehr am Herzen, weshalb er die Impulse gab, die Stumpfwaldgemeinde baulich weiter zu entwickeln. In seiner Amtszeit wurde das Baugebiet Staufer Straße geplant und verwirklicht, Frambach packte die Dorferneuerung an, sorgte mit Unterstützung des Gemeinderates dafür, dass sich im Ort nach vielen Jahren des Stillstandes etwas bewegte. Die Erneuerung des Klosterhofes, der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses oder die Umgestaltung des Marktplatzes waren Projekte, die er initiierte und bei denen er oft selbst die Schaufel und den Hammer in die Hand nahm, um sie zu verwirklichen. Ihm ist es zu verdanken, dass der Gedanke der Eigenleistung bei den politisch Verantwortlichen in Ramsen tief verwurzelt ist.

Frambach vertrat einen unspektakulären politischen Stil, ausgerichtet daran, Ziele konsequent zu realisieren, er setzte auf die Tat statt auf die Debatte, das zeichnete ihn aus.

Nach zehn Jahren Amtszeit verabschiedete er sich von der politischen Bühne. Als sein Nachfolger Norbert Bayer kurz nach seinem Amtsantritt starb, warf Frambach erneut den Hut in den Ring, zog die Kandidatur aber auf Grund zahlreicher Anfeindungen letztlich zurück.

Nach seinem Ausscheiden aus der Politik übernahm Frambach die vakante Führung des Sportvereins AGTSV. Auch hier legte er Hand an, sorgte für bauliche Veränderungen im Bereich der Vereinsgaststätte und der sanitären Anlagen, stets so, dass der Verein sich finanziell nicht zu sehr zur Decke strecken musste. Sein großes Ziel, die vereinseigene Halle zu sanieren, konnte er nur anstoßen.

Bekannt war Frambach über die Grenzen seiner Heimatgemeinde hinaus vor allem auch als Trainer im Judosport. Von 1981 bis 2003 führte er die Judoabteilung des Schützenvereins Ramsen und dessen Sportler zu großen Erfolgen. Über viele Jahre hinweg war er auch als Funktionär des Judoverbands tätig. Außerdem war Frambach Gründungsmitglied des Schützenvereins Ramsen, dem er von 1965 bis 1967 sogar als Vorsitzender diente. Er war im Kreistag, im Verbandsgemeinderat und auch im Presbyterium der evangelischen Kirche tätig.

Intensive Kontakte pflegte er zu Freunden im europäischen Ausland, nach Spanien und vor allem auch nach Ungarn, wo er den Grundstein für die Partnerschaft der fünf Orte im Nivegy-Tal mit Ramsen legte. (jös)

Info

Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 1. Februar, um 14 Uhr in der Friedhofshalle in Ramsen statt.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.25
Datum: Montag, den 30. Januar 2012
Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '8616927'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

Die Rheinpfalz vom 17. Januar 2012

„Jungen Leuten etwas bieten”

INTERVIEW: Warum die Donnersberger Jusos ein Hallenfußballturnier veranstalten

Auch am 22. Januar rollt in der Rockenhausener Donnersberghalle der Ball. Veranstalter dieses Fußball-Hallenturniers ist dann aber kein Sportverein, sondern es sind die Donnersberger Jusos, die Nachwuchsorganisation der SPD, die zum Kicken in die Halle einladen und noch offen sind für Anmeldungen. Mit der Kreisvorsitzenden der Jusos, der Eisenbergerin Jaqueline Rauschkolb, unterhielt sich Thomas Behnke über das Turnier.

Frau Rauschkolb, von einer politischen Jugendorganisation würde man vielleicht eher eine Einladung zu einem politischen Diskussionsforum erwarten. Sie veranstalten stattdessen ein Hallenfußballturnier. Wie kommt's?

Wir greifen da zurück auf die guten Erfahrungen, die auf Landes- und Bundesebene mit solchen Veranstaltungen gemacht wurden. Ich habe selbst viele Bekannte, die das schon gemacht haben, oft auch verknüpft mit einem politischen Anliegen, sei es, dass man aufruft zum Kicken gegen Rassismus oder gegen Rechts oder was tun möchte für Frauen. Wir machen es teilnehmenden Mannschaften ja auch zur Bedingung, dass mindestens eine Frau im Team sein muss. Uns geht es aber vor allem darum, in Erscheinung zu treten, zu zeigen, dass es uns gibt und womit wir uns beschäftigen, beispielsweise mit dem Wahlrecht ab 16, was jetzt in der Diskussion ist. Politisches soll aber nicht im Vordergrund stehen.

Das heißt, die Teilnehmer müssen nicht erwarten, auch zu politischen Themen angesprochen zu werden?

Darum geht es uns nicht. Wir werden natürlich Info-Material anbieten, aber es ist jedem überlassen, das zu nehmen oder nicht. Wir wollen in erster Linie jungen Leuten etwas anbieten, was ihnen Spaß macht und zu ihrer Freizeitgestaltung beitragen kann. Das soll also keine politische, inhaltliche Veranstaltung sein und völlig zwanglos ablaufen.

Wie steht es mit den Anmeldungen, und was gibt es zu gewinnen?

Die Resonanz ist bislang ganz gut, sieben Mannschaften haben sich gemeldet, da ist aber noch Platz für das eine oder andere Team, das bis zu acht Mitspieler haben kann. Auch einzelne Interessenten fragen gelegentlich an, die können sich per E-Mail oder über unsere Facebook-Gruppe an uns wenden, und dann werden wir versuchen, sie in eine Mannschaft zu vermitteln. Bis 18. Januar ist die Anmeldung möglich. Der Hauptpreis ist eine viertägige Reise nach Berlin für die Siegermannschaft. Daneben gibt es Kino- und Einkaufsgutscheine zu gewinnen.

Info

Meldungen per E-Mail unter donnersbergkreisjusos@yahoo.de oder per Facebook und wkw. Weitere Infos unter: www.spd-donnersberg.de . Teilnehmer sollten zwischen 16 und 25 Jahre alt sein, Turnierstart ist um 11 Uhr (Einlass 9.30 Uhr). (Archivfoto: Schifferstein)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.14
Datum: Dienstag, den 17. Januar 2012
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '8553076'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

Die Rheinpfalz vom 10. Januar 2012

Problemloser Wechsel von Brauer zu Frey

EISENBERG: SPD ehrt bei Neujahrsempfang langjährige Mitglieder - Europaabgeordnete Jutta Steinruck Gastrednerin

Beim Neujahrsempfang der SPD in ihrem Gründungslokal „Zum Engel” ehrte der Ortsverein langjährige Mitglieder. Ortsvereinvorsitzender Reinhard Wohnsiedler überreichte Urkunden und Ehrennadeln an Walter Andel, Arnold Giemsa und Werner Pfirrmann für 55 Jahre und an Rudolf Rehg für 50 Jahre Parteizugehörigkeit. Daneben begrüßte er fünf neue Mitglieder des Ortsvereins.

Gastrednerin war die Europaabgeordnete Jutta Steinruck aus Ludwigshafen, die seit 2009 dem Europäischen Parlament angehört. Rückblickend auf das Krisenjahr 2011 legte sie ein klares Bekenntnis für Europa als Solidar- und Wertegemeinschaft ab. Sie sei „sicher, dass der Euro bleibt”, so die Abgeordnete, denn die gemeinsame Währung sei existenzielle Grundlage für den Wohlstand aller Beteiligten. Wenn es den deutschen Nachbarn gut gehe, „geht's auch uns gut”, sagte sie im Hinblick auf die Exportabhängigkeit.

Obwohl Deutschland am meisten von der EU und vom Euro profitiere, habe allerdings die Bundesregierung wichtige Entscheidungen im Zuge der Krisenbewältigung blockiert. Das Ansehen der BRD habe durch dieses Nichthandeln der Regierung bei den anderen Partnern gelitten, stellte Steinruck fest. Sie unterstützte die im europäischen Parlament fraktionsübergreifende Meinung zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Damit sollte die für die Krise verantwortliche Finanzbranche ihren Anteil beitragen. Tatsächlich profitierten die deutschen Banken mit jährlich rund 30 Milliarden Euro an Zinsgewinnen von der Krise in anderen Ländern, rechnete Steinruck vor. Entschieden lehnte sie die zwischen Deutschland und Frankreich geplante Wirtschaftsregierung als undemokratisches und nicht kontrollierbares Instrument ab. Die Nazikundgebungen am Samstag in Worms, Frankenthal und Ludwigshafen seien erneut Anlass zu einer entschiedenen Abwehr gegen Rechtsextremismus und Rassismus.

Ortsvereinsvorsitzender Wohnsiedler blickte zuvor auf die Kommunalpolitik des vergangenen Jahres in Stadt und VG zurück mit dem „problemlosen” Amtswechsel von Bürgemeister Walter Brauer zu seinem Nachfolger Bernd Frey. Nur durch Änderung des kommunalen Finanzausgleichs könnten die Verschuldung der Gemeinden einigermaßen gelöst werden, so Wohnsiedler. Er kündigte für den 1. April die Feier zum 110-jährigen Bestehen des Eisenberger Ortsvereins an. Musikalisch umrahmte Ute Rauschkolb den Neujahrsempfang.

Weitere Jubilare

40 Jahre: Otto Gorges, Gernot Klöckner, Hans Lander, Günther Martin, Jörn Vahlenbreder, Waltraud Vahlenbreder, Reinhard Wohnsiedler, Brigitte Wohnsiedler-Hahn; 35 Jahre: Joachim Schulle; 30 Jahre: Evelyn Rennebeck, Otmar Sunke, Christa Weigel; 25 Jahre: Dagmar Grimm (hsc)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.8
Datum: Dienstag, den 10. Januar 2012
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '8530570'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

Kontonummer

IBAN:DE

BIC: MALADE51ROK

Gustav Herzog - unser Bundestagsabgeordneter

Im Internet http://www.gustav-herzog.de/

und auf Facebook https://www.facebook.com/GustavHerzogMdB/

Wetter-Online

Counter

Besucher:1238788
Heute:44
Online:1