Die Rheinpfalz vom 21. November 2013

Veröffentlicht am 21.11.2013 in Europa

„Blick stärker auf Europawahl richten“

INTERVIEW: Jaqueline Rauschkolb von den Jusos über die Perspektiven für Europa – Morgen Podiumsdiskussion in Eisenberg

EISENBERG. „Wie geht es weiter mit Europa?“ – über diese Frage wollen morgen ab 19 Uhr im Gasthaus „Zum Engel“ die Europaabgeordnete Jutta Steinruck, Europaministerin Margit Conrad und der Bundestagsabgeordnete Gustav Herzog untereinander und mit Besuchern diskutieren. Die drei Sozialdemokraten kommen auf Einladung der Jusos des Donnersbergkreises. Wir haben uns über das Thema Europa mit Mitorganisatorin Jaqueline Rauschkolb, der rheinland-pfälzischen Landesvorsitzenden der Jusos, unterhalten. (red)

Frau Rauschkolb, die Podiumsdiskussion trägt den Titel „Wie geht es weiter mit Europa?“. Wie ist Ihre persönliche Antwort auf diese Frage?
Europa sollte nicht nur eine Währungsunion sein, sondern auch eine Sozialunion werden. Der Mindestlohn, den wir einführen wollen, spielt da eine Rolle. Ein großes Thema ist auch die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen Ländern. Deshalb bin ich für eine europäische Jugendgarantie. Wir müssen wegkommen von der reinen Austeritätspolitik und Investitionen in Wachstum und Beschäftigung tätigen.
Jetzt haben Sie zwar gesagt, was Sie sich wünschen, aber wird sich Europa auch tatsächlich in diese Richtung entwickeln?
Ich glaube schon. Dazu ist aber zum Beispiel wichtig, wie die Europawahl im kommenden Jahr ausgeht. Wir wollen deshalb erreichen, dass diese Wahl stärker in den Blick der Bürger gerät. Es werden schließlich viele wichtige Entscheidungen auf europäischer Ebene getroffen.

In Berlin wird derzeit über eine Große Koalition verhandelt. Wäre ihr Zustandekommen gut oder schlecht für Europa?
Das kommt auf den Koalitionsvertrag an. Die SPD hat auf ihrem Bundesparteitag, bei dem ich am Wochenende war, Richtlinien festgelegt, beispielsweise was die Flüchtlings- oder Steuerpolitik in Europa angeht. Wenn diese Dinge in den Koalitionsvertrag kommen, ist das gut. Im Moment sieht es aber bei den Verhandlungen nicht nach einer Einigung aus.

Die SPD will sich künftig auch für eine Koalition mit der Linkspartei öffnen, die bisher als nicht sehr zuverlässig in der Außen- und Europapolitik galt. Ist mit der Linken eine vernünftige Politik für Europa zu machen?
Da muss man schauen, wie sich die Linkspartei gegenüber der SPD öffnet und sich bei Themen wie zum Beispiel der Forderung nach einer sofortigen Abschaffung der Nato ändert. Die Überlegungen für eine mögliche Koalition mit der Linken gehen deshalb ja eher in Richtung 2017.

Sie sind unter anderem Juso-Landesvorsitzende und Beisitzerin im Landesvorstand der SPD. Wohin soll Ihr Weg in der Politik noch gehen?
Das weiß man nie. Meine Themen sind die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Es wäre schön, meine Positionen umsetzen und mitgestalten zu können. Wo das passiert, steht in den Sternen.

interview: Timo LeszinskiInfo Podiumsdiskussion am Freitag, 22. November, 19 Uhr, im Gasthaus „Zum Engel“, Hauptstraße 114. (red)

nils erklärt

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.270
Datum: Donnerstag, den 21. November 2013
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_18072940'
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